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Depressionen, einfach am Limit!

Das Wetter ist fantastisch draußen, keine Wolken am Himmel zu sehen. Es sind Temperaturen um die dreißig Grad und trotzdem, bist du gefangen in deiner eigenen Wohnung. „Warum gehst du nicht raus, spazieren“? Das fragst du mich? Ich Lüge dich an, weil du es nicht verstehen kannst, ich sage „Klar nachher, mal sehen!“ Das mir jeglicher Antrieb fehlt und Die Motivation aus eigener Kraft etwas schönes aus dem Tag zu machen. Da fällt mir beim besten Willen nichts ein. Liegt es auch daran das ich nie Wünsche äußern konnte, und wenn – Wurden sie mir dennoch nicht erfüllt. Liegt es daran das du mir dieses Leben, vorgelebt hast, so das ich froh sein kann nicht völlig in die Abwärtsspirale der Alkoholsucht gefallen zu sein.

Aber habe ich die Depression ebenso vererbt bekommen wie von meiner Uroma zu meiner Oma und von meiner Oma zu dir, meiner Mutter und du hast es an mich weiter gegeben? Die Lebensumstände und die Philosophie die ich mit in die Wiege gelegt bekommen habe und all das was dazu geführt hat das ich mit so vielen Chronischen und Seelischen Erkrankungen zu tun habe. Als ich zum ersten Mal Depressionen hatte war ich 31 Jahre alt und ich habe diese oft mit den Depressionen meiner Oma verglichen. Viele Dinge waren mir dennoch Fremd, denn ich war nie ein Mensch, der zeigte absichtlich wenn ich unten am Boden lag. Und das tue ich auch heute nicht. Ich bin sehr sensibel und lege bestimmt jedes Wort auf die Goldwaage, deswegen bin ich immer gleich down wenn mich jemand ohne Grund kritisiert. Ich stelle gleich, meine ganze Persönlichkeit in Frage. Ich habe nur dann ein Selbstbewusstsein wenn ich es haben muss. Allerdings an ganz schlimmen Tagen sinkt mein Selbstbewusstsein bis in den Keller und ich grabe es nur dann aus wenn ich wieder stark sein muss. Ich würde im inneren meines Herzens viel lieber lachen, singen und vor Freude springen. Ich würde so gern verrückte Sachen machen und im Regen tanzen. Jedoch ist irgendwas in mir, was mich blockiert was mich traurig macht, endlos traurig. Eine Tiefe, innere Leere spüre ich, ein stechender Schmerz.

Auch wenn ich mal lächle, in mir sieht es ganz anders aus. Und dann sagst du mir, geh doch mal raus? Ich hab Angst, das mein Leben an mir vorbei läuft, das ich etwas verpasse und um so schlimmer das Gefühl ist, nichts erlebt zu haben, um so schlimmer wird die Innere Leere. Ich weiß nicht wie es ist mit Freunden auszugehen, sich mit ihnen auszutauschen oder mit ihnen zu lachen. Ich weiß nicht wie es ist Menschen zu vertrauen. Ich weiß nicht wie es ist wenn sich die ganze Familie trifft und zusammen hält! 
Ich weiß ganz und gar nicht wie so ein Normales Leben vonstatten geht? Und genau das ist der Punkt. Meine Mutter lebt genau so isoliert wie ich… Und Meine Oma… Da war es doch anders. Vielleicht kommen bei mir doch die vielen Enttäuschungen und Erkrankungen hinzu? Und bei meiner Mutter die Alkoholkrankheit, die es ihr nicht mehr möglich macht, irgendwie Kontakte zu knüpfen. Wenn ich so darüber nachdenke und hier auf meinem Sofa sitze… Alle Vorgänge und Rollos sind zu gemacht… Läuft eine kleine Träne aus meinem Augenwinkel, ich werde wohl niemals wirklich wissen wie es ist, richtig zu leben, mit allem drum und dran. Ich empfinde keine Freude und mir ist es oft einerlei was Menschen von mir denken. Es sei denn sie greifen mich persönlich an. Ich hab zuviel Leid als kleines Kind gesehen, das bis heute nicht endet. Ich hab zuviel Erlebt, sodass ich sehr schlecht, vertrauen aufbauen kann Ich fühl mich oft ausgelaugt und nicht genug motiviert, sodass ich es schaffe was gutes für mich zu tun. Ich bin zwar für jeden da, und jeder andere ist wichtiger als ich. Aber ich… Was bin ich überhaupt Oder wer? Ist es der Vater den ich nie hatte, die Mutter die mich verraten hat oder das Desinteresse und Probleme unter dem Teppich kehren meiner Oma, das es mir oft so geht, das ich nicht mehr weiß wo ich hin gehöre.
Es ist leise, nein – Absolut still So sitze ich hier Stundenlang und starre an die Weiße Wand. Soviele Gedanken, Eindrücke, Erinnerungen, Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart. Die Angst immer älter zu werden und nichts aus dem Leben gemacht zu haben. Aber nicht ein einziger Mensch aus meiner Familie, der fragt Warum und wieso bist Du so allein? 
Nicht weil ich es will, sondern weil ich seit Anbeginn meines Lebens mit dem Alleinsein konfrontiert wurde. Manchmal ist allein sein friedlich, nur wenn es laut wird, dann möchte man am liebsten los laufen… Ganz weit weg. Von all der Einsamkeit! 

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