Borderline

Die Kraft zum kämpfen

Oh Mann, wie ich diese Sonntage liebe.

Ich habe diese schon damals gehasst, das fing an als ich damals in die Schule gekommen bin. Ich wusste Sonntag ist der letzte Tag.

Und Montag ging es wieder rund.

Aber noch aus anderen Gründen mochte ich den Sonntag nicht, dazu schreibe ich etwas unter der Rubrik: Die Vergangenheit.

Sonntage sind für mich blöd, ich sitze hier gerade allein auf meinem Sofa und tippe irgendwelche Gedanken in mein Schreibprogramm.

Von unten höre ich Gelächter, freue mich mal etwas zu hören.

Aber andererseits bin ich auch traurig das ich an Sonntagen nie Besuch bekomme.

Oder dass ich wie andere mit ihren Partnern, ausgehen was unternehmen etc.

Eigentlich ist jeder Tag wie jeder, es passiert nichts Aufregendes.

Für mich ist es schon Super spannend, wenn ich mal einkaufen gehen kann und mich darüber wundere wie teuer alles seit dem Euro geworden ist.

Sonst erlebe ich nicht viel, manchmal macht mir das nichts aus ich habe mich ja schon seit Jahren daran gewöhnt.

Auch an dem allein sein.

Aber es gibt auch Tage da fühle ich mich im Stich gelassen, irgendwie trostlos und verloren. Habe ich das Verhalten als Kind bis hier her mitgenommen?

Dann weiß ich mit mir selbst nichts anzufangen, mir wird vieles schnell zu viel, manchmal Kleinigkeiten manchmal große Probleme oder die Gesundheit steht mir im Wege.

Aber nichts zu Trotz gebe ich niemals auf, ich versuche mich jeden Tag neu zu orientieren auch wenn jeder Tag gleich für mich ist.

Das ich keine Freunde habe, tut mir zwar weh aber lässt sich wohl auch nicht mehr ändern.

Vielleicht habe ich in der Vergangenheit zu viel falsch gemacht, viele zu sehr mit meiner Liebe und Übermut eingeengt.

Hilfe habe ich noch nie von irgendjemanden bekommen, ich habe immer alles selbst irgendwie hinbekommen. Und wenn es noch so schwer und aussichtslos erschien, ich bin froh wenigstens diese Fähigkeit zu besitzen.

Sonst habe ich nicht wirklich viel worauf ich stolz sein kann, für mich ist so manches Selbstverständlich aus meiner Sicht.

Also was ich tue ist für mich Selbstverständlich.

Aber von anderen Seiten kommt so gut wie nichts.

Ich muss lernen damit umzugehen, oft weine ich auch in der Nacht und kann die Menschen nicht verstehen die Menschen verurteilen die Seelisch krank sind. Dabei könnte es Theoretisch jedem Treff früher oder später.

Und welche die es nicht betrifft sollen sich Glücklich schätzen.

So eine scheiß Depression wünsche ich nämlich nicht mal meinen ärgsten Feind, wenn ich denn welche hätte!

Seit fast Neun Jahren habe ich diese Diagnose nun schon, mag sein das ich vorher auch schon Anzeichen hatte. Aber dies war mir selbst nicht so bewusst.

Ich merkte nur schon sehr früh das mit mir im inneren etwas nicht stimmte, das ich anders fühlte als andere. Viel Intensiver.

Und das wurde mir dann auch noch mal vor Augen geführt als ich für acht Wochen in einer Psychosomatischen Rehabilitation war.

Damals habe ich es kaum noch ausgehalten, dieses Gefühl der inneren Leere und der Einsamkeit, trotz Ehe die relativ Harmonisch verlief, aber mit einem Mann, der nie Zuhause war.

Und auch nie eingesehen hat, wenn es mir nicht gut ging.

Teilweise auch eingeschlafen ist, wenn ich mit ihm reden wollte.

Mich nie vor seinen Eltern in Schutz genommen hat, wenn diese mal wieder auf mich mit Worten einprügelten.

Ich war oft mit dem Nerven am Ende, aber ich hätte nie daran gedacht mir etwas anzutun.

Ich habe seitdem ich denken kann, immer um mein Leben gekämpft also werde ich auch jetzt kämpfen. Immer wieder und immer weiter.

Ist nur schade, dass man so auf Verachtung stößt bei so manchen Menschen. Ich kann mich nicht anders machen als ich bin.

Wenn man mich so akzeptiert wie ich bin, ist alles in Ordnung kann man mit mir eine Menge anstellen, wenn man mich nicht akzeptiert tut es mir leid, aber ich werde mich für niemanden ändern es sei denn für mich selbst, weil ich einsehe das was ich mache falsch ist. Oder nicht richtig ist.

Aber ich würde mich nie mehr für andere verbiegen lassen.

Das ist etwas, was ich in all den Jahren dazu gelernt habe.

Wenn ich auch nicht viel bin oder habe, mein Leben ist mir Kostbar und darum Kämpfe ich bis zum letzten Atemzug.

 

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