Die Vergangenheit (sie holt dich immer wieder ein) 1

Die Vergangenheit (sie holt dich immer wieder ein) 1

Heute erzähle ich etwas aus meiner Kindheit
In dem ich meine Geschichte erzähle, breche ich das Schweigen für alle die Sexuellen, Physischen und Psychischen Missbrauch erlebt haben oder noch erleben. Ich bin immer mit diesen Trigger, die in meinem Beitrag vorkommen, umgegangen. Natürlich war und ist es nicht immer einfach. Denn ich stand da ganz alleine ohne jegliche Hilfe. Vorallem als ich noch klein war, ich kämpfte jeden Tag ums Überleben, das hört sich zwar sehr hart an für manche von euch, aber es war so genau wie ich es beschreibe, erzähle und mitfühle. Auch mir kommen insgeheim Tränen, aber diese Tränen trösten meine und vielleicht eure gebrochene Seele.

Alles erdenklich Liebe euer Seelenkind

Bitte teilt gern meinen Beitrag, so dass Menschen gehört werden denen es ähnlich ergeht oder ergangen ist.

Dieser Beitrag kann für manche Leser verstörend und triggernd wirken.

Wenn ihr nicht stabil genug seid, lest ab hier bitte nicht weiter.

Danke!

Vorwort.
Ich werde die Namen in meiner Geschichte anonymisieren.
Bitte seit tolerant und respektvoll gegenüber dem was ich euch hier anvertraue.
All das was ich schreibe wurde damals auch mit meiner Therapeutin so abgeschprochen.

Es wird wohl etwas in die Tiefe gehen daher bitte ich euch um Verständnis.

Ich möchte euch mit diesem Beitrag Mut machen
Öffnet eure Herzen und bleibt nicht mehr stumm.

Schweigen tötet die Seele.
Ich habe selbst auch zu lange geschwiegen.
Ich fing erst vor wenigen Jahren damit an.
Dieser Text ist für euch alle für die vergessenen, verwahrlosten und ungeliebten Kinderseelen.

Ein Fetzen aus meinem Leben und meiner Kindheit.

Sommer 1978
An jenem Tag war es furchtbar heiß und meine Mutter erlaubte es mir im unseren Garten nackig in einer alten Wanne zu baden.

Mit 2 3/4 lernte ich laufen, aber nicht von meiner Mutter, sondern von einem 12 Jahre alten Kind im Nachbarhaus.

Unsere Nachbarn haben gegrillt und ich konnte gerade mal laufen und rannte umher.
Alle freuten sich mit mir das ich wieder aus dem Krankenhaus gekommen war und das ich jetzt wieder einigermaßen gesund war.

Ich hatte eine beidseitige Lungenentzündung und hohes Fieber, was nicht mehr runter ging.

Im Laufe des Abends wurde meine Mutter wie meistens immer sehr komisch und ich wusste da noch gar nicht was dies zu bedeuten hatte.

Ich weiß nur noch das meine Mutter in der Küche eine Flasche an den Mund ansetzte wo eine durchsichtige Flüssigkeit

drin war.
Ich hielt mich mehr bei den Nachbarn auf, die auch schon komisch guckten.
Irgendwann kam ein großer schwarzer Mann zu uns zu Besuch.
Und meine Mutter sagte ich sollte mit in die Wohnung kommen.
Meine Mutter war auf einmal nicht mehr so lieb wie sonst.
Sie war sehr grob
Und steckte mich ins Kinderbett.
Ich schlief nicht ich habe geschrien. Ich habe lange und laut geschrien. Mama wo bist du…! Mama!
Aber anstatt meine Mutter, kam dieser Mann zu mir und legte seinen Finger auf seinen Mund und machte psssst!
Wo war meine Mama?

Ich schrie.. Der Große Mann legte seine große Hand, auf meinem Mund und ich bekam keine Luft mehr.
Da ich damals an Asthma Bronchiale litt bekam ich gar keine Luft mehr.
Ich muss blau angelaufen sein..
Er tatschte mich überall an.

Ich war wehrlos. Ich dachte, das darf doch nur meine Mama.
Was macht der da!
Ich schrie weiter.
Er drückte mich unsanft auf dem Bauch ….
In dem Moment kam meine Mutter ins Zimmer.

Wie ich jetzt erst weiß war sie damals stark betrunken.
Sie schrie den Mann an und blitzte mich mit ihren betrunkenen Augen an und sah dann doch noch, das ich total blau angelaufen war.
Sie packte mich, zog mir schnell etwas an.
Wir gingen dann zur Nachbarin wo sie einen Krankenwagen rief.
Ich kam ins Krankenhaus
Dort wurde ich dann wieder beatmet.
Wieder fand man keine Venen und meine kleinen Ärmchen waren schon ganz zerstochen
Letztendlich lag ich wieder an einer Infusion.
Diesmal kämpfte ich wieder um mein Leben und war für ein paar Sekunden nicht mehr auf dieser Welt.

November 1980
Es war so stürmisch es Blitze und Donnerte es Hagelte und Regnete
An diesen Tag kann ich mich erinnern das meine Mutter noch helfen mußte den Keller auszupumpen da er voller Wasser gelaufen war.
In unserer neuen Wohnung in der wir schon vier Jahre lebten, gab es keine Nachbarschaft mit der man Grillen konnte
Es war ein Sozial Bau, nicht mal einen Garten hatten wir.
Nur Wiese auf der ich dann oft spielte.

Denn Freunde hatte ich keine, da ich im Kindergarten so oft wegen Krankheit gefehlt habe.
An dem besagten Abend klopfte es an unserer Tür die zu der Zeit noch aus Doppel Glas bestand.
Das Unwetter war noch nicht vorbei und ich hatte schreckliche Angst vor dem Gewitter.
Als meine Mutter sich gerade die Nassen Klamotten vom Leib reißen wollte, klopfte es wieder.
Diesmal lauter.
Jetzt bollerte es bald..
Ich hatte Angst das die Scheibe eingeschlagen werden könnte.
Meine Mutter wollte nicht aufmachen nur einen Spalt breit..
Sie zog die Kette vors Schloss und öffnete die Tür.
Da war er wieder der große schwarze Mann.
Er hatte ein Messer dabei was er vor seiner Nase fuchtelte.
Meine Mutter hatte Angst und öffnete die Tür.
Dann ging plötzlich alles ganz schnell.
Er hatte etwas dabei das klare Zeugs in der Flasche und wir gingen ins Wohnzimmer.
Dort saß ich den ganzen Abend ganz alleine.
Und keiner kümmerte sich um mich.
Den anderen Morgen musste ich wieder in den Kindergarten und so ging ich Lautlos ins Bett.
Ich konnte nicht schlafen.
Ich weinte und war traurig.
Nicht einmal gute Nacht hat sie gesagt.
Sie war mit dem großen Mann auf dem Sofa und sie erzählten sich Geschichten von früher.
Irgendwann in der Nacht, ich muss doch wohl eingenickt sein saß jemand an meinem Bett und fasste mich unterhalb meines Bauchs an.
Er glitt immer tiefer, bevor ich schreien konnte hielt er wieder die Hand auf meinem Mund.
Er entdeckte das ich wach war.
Und das schien ihn sichtlich zu erregen denn er fasste seinen Penis an und fing an zu stöhnen.
Dann sollte ich die Hand nehmen, aber ich wehrte mich vehement.

Puhh kurze Pause – – – 😥

Jetzt kommen die Bilder, die ich über 35 Jahre verdrängt hatte.

Als ich mich wehrte, schlug er mich er boxte mich in den Bauch, dann schlug er mich am Kopf ich spürte wie ich körperlich aufgeben musste, denn ich war Kraft und wehrlos, dann presste er seine Hand noch mehr auf meinem Mund.
Ich würde vollends bewusstlos.
Ich weiß nicht was dann geschah.

Ich dachte erst ich hätte geträumt

Aber als ich aufwachte lag ich in viel Blut auf dem Bauch und mir tat alles weh.
Meine Beine waren auseinander gerissen und er lag noch immer über mir.
Es tat höllisch weh.
Ich bekam keine Luft mehr.
Und ich fiel wieder in Ohnmacht.
Ich wurde wach und musste brechen, aber es ging nicht denn er war immer noch über mir..
Nur das ich mich gedreht hatte, nun auf den Rücken und das er sein Ding an mir gerieben hat.
Er küsste mich überall und ich spürte wie er mit aller Macht in mich hinein dringen wollte. Ich erstickte beinahe an meinem erbrochenen was mir immer wieder hoch kam.

Ich versuchte nach meiner Mutter zu schreien..
Aber in dem Augenblick ergoss er sich, starrte mir in die Augen, seine waren fast schwarz. Bestialisch, Furchterregend und Ekelhaft.

Und dann konnte ich mich nicht mehr halten und habe mich übergeben.

Mir ging es so schlecht, körperlich und seelisch.

In dem Moment hatte er vielleicht genug, da ließ er von mir ab und rannte zum Bad um sich sauber zu machen.
Ich lag da, das ganze Bett war voller erbrochenem, Blut von mir, den Schlägen und dem Gewaltsamen eindringen einer vierjährigen und Sein ekliges Zeug.
Ich weinte, ich konnte nicht mehr ich war am Boden.

Ich hasste mich..
Ich ekelte mich.
Ich riss mir die Haare…
Ich hörte nur noch etwas klappern und wie die Tür dann ins Schloss fiel.
Er war weg…

Gott sei Dank.

05:30 Uhr in etwa

Mir viel das aufstehen schwer, ich bekam kaum Luft.
Ich suchte nach meinem Athma Spray was in meinem Nachtschränkchen lag und dann ging es mir etwas besser.
Ich konnte kaum stehen und gehen aber ich versuchte es.
Ich riss das leinen Laken, den Allergie Matratzenschutz vom Bett knüllte es zusammen und steckte es, schlurfend über dem Flur ins Bad in die Waschmaschine.

Ich wusste ganz genau das meine Mutter nicht nachschauen würde. Und wenn sie mich fragen würde, erzählte ich ihr das ich ins Bett gemacht hätte, wie ich es manchmal tat.

Dann stellte ich mich in die Badewanne und wusch mich überall.
Ich wusch mich gründlich mit Seife so das es fast brannte.
Dann holte ich aus dem Schrank ein neues Laken..
Zog mich an für die Schule.
Dann bezog ich das Bett mit einem neuen weißen Laken.
Und schlurfte danach ins Wohnzimmer wo es nur so vor Zigarettenrauch und Alkohol stank und ich beinahe wieder keine Luft bekam.
Meine Mutter lag auf dem Sofa und Schlief.
Ich versuchte sie wach zu machen aber sie säuselte nur irgendwas und drehte sich um.
Immer noch Blutete ich, ich versuchte die Blutung zu stoppen.
Mit ein paar pflastern und einer einfachen Bandage unter mein Kleidchen versteckt.
Ohne Pausenbrot und Saft bin ich dann zum Kindergarten gegangen.

Mir ging es so dreckig, am liebsten wäre ich noch länger in der Dusche geblieben.

Nur meine Tasche und mit meinen Schmerzen lief ich
dann 2 Kilometer bis zum Kindergarten.

Ich sah doch rampuniert aus, aber es schien niemand zu stören. Niemand fragte mich wie es mir ging, das ich bis zu diesem Zeitpunkt die schlimmste Nacht meines Lebens hatte.

Ich schwieg, hockte mich in eine Ecke und fing an zu weinen.

Mittags ging ich alleine nach Hause, denn ich hatte keine Freunde die mich begleiteten.

Meine Mutter lag nun auf den Boden, es schien ihr nicht gut zu gehen.

Ich legte mich zu ihr in die kuhle und schmiegte mich an sie.

Ich brauchte jetzt nur ein bisschen Liebe. Ein ganz kleines bisschen.

Schreibe einen Kommentar