Kinderheim,  Morbus Addison,  Traumatische Erlebnisse

Ein Neues Leben im Heim

Erst am ersten Weihnachtsfeiertag sagte man mir das ich ein paar Sachen zusammen packen sollte , denn wir würden am nächsten Tag weg fahren.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag fuhren wir mit ein paar Kindern nach Ost- Thüringen
Mit einem etwas größeren Bus der eher etwas von einem Bulli hatte , ich schätze wir waren so Zwölf oder dreizehn Kinder und heranwachsende . Sowie Betreuer und Erzieher….auf der Fahrt und als wir ankamen, ging es mir zunehmend schlechter, um uns herum nur Wald und eine einsame Hütte. Mitten im Dicken Schnee umhüllt. Es war auch nicht einfach durch die Dicken Schneemassen zu fahren , ich kam mir vor als sei ich in Alaska

Altertümlich, so sah es in dieser Hütte so wie um herum aus , als ob ich eine Zeitreise gemacht hätte im ganz weitem Osten irgendwo zwischen Anno 1944 und der Wende.
Der erste Abend an den ich mich noch gut erinnere war noch ganz schön, wir aßen alle zusammen und schauten gelegentlich aus dem Fenster wenn es schneite und es langsam Dunkel draußen wurde.

Jedoch in den folgenden Tagen ging es mir immer schlechter ich bekam hohes Fieber hatte Magen – Darm Kämpfe.

Am anderen Morgen wollte die ganze Truppe auf einen Berg wandern und Schlitten fahren.
Ich war so schlapp das ich mich kaum noch halten konnte.

Als der Erzieher das bemerkte konnte ich in der Hütte bleiben, ich lag mich ins Bett und schlief die ganze Zeit.

So ging das noch den Rest der Woche. Mittwochs kam ein anderer Erzieher der den anderen ablöste. Ich habe so gut wie gar nichts mehr mitbekommen ich glaube dass ich schon bald Dehydriert bin und auch das Fieber ging nicht runter, aber ich bekam auch nichts dafür das es runter ging, wie denn auch wenn alles eingeschneit war.
Eines Morgens, den Donnerstag ging bei mir gar nichts mehr ich machte kaum noch ein Auge auf und der Erzieher stand wohl neben mir am Bett ich sollte aufstehen, ich konnte nicht aufstehen es ging einfach nicht die ganze Kraft und der Lebensgeist waren verschwunden und ich wusste nicht mal wo durch.
Aber schon auf der Fahrt nach Thüringen merkte ich das etwas nicht stimmte.
Ich schwor es war der Kohlerauch der mir in dieser Einöde zu schaffen machte, .
Jedenfalls zog mich der Erzieher aus dem Bett, und sah dabei dass das ganze Bettlaken beschmutzt war.
Ich hatte Durchfall so schlimm dass ich es nicht mehr halten konnte.

Und ich musste mehrmals erbrechen. Da ich so schlapp war und kaum noch bei Bewusstsein , muss ich wohl irgendwohin erbrochen haben.

Der Erzieher jedoch glaubte das ich nur Heimweh hätte also musste ich alles das tun was er sagte. Ganz benommen zog er mich am Arm und schleifte mich durch den Flur bis ins Badezimmer und steckte mich in die Badewanne.

Ich war so schwach das ich mich noch nicht mal waschen konnte und immer wieder sagte er, so mach, los jetzt „wasch dich“ Und das in einem sehr bösen Ton.

Er packte mich und griff mich am Hals so dass ich fast keine Luft mehr bekam.

Durch den starken Infekt schlief ich immer wieder ein und ich spürte wie er mich überall grob berührte.

Er packte mich fest so das es weh tat. Und wusch mein Gesicht und seifte mir den Rücken ein, danach zog er mich fast Widerwillig an,

darauf hin sollte ich noch in der Küche essen mit den anderen.
Wie sollte ich das nur schaffen? Ich verneinte das Abendessen und wollte eigentlich nur noch ins Bett ich war wirklich K.O. Ich war so unendlich schlapp und nur vom Baden ging es mir nicht besser , nur fühlte ich mich jetzt etwas sauberer.

Silvester muss ich dann wohl komplett nur geschlafen haben, ich habe rein gar nichts davon mitbekommen.
Samstags fuhren wir wieder zurück ins Heim, auf der Fahrt meinte ich das es mir besser gehen würde aber dort angekommen ging es mir wieder überhaupt nicht gut. Ich lag die ganze Zeit in meinem Bett in meinem Einzelzimmer.

In den ersten zwei Tagen , war nur unser guter alter Hausmeister da der die restlichen Kinder betreute , es sind viele zu ihren Eltern oder woanders hin gefahren. Denn es waren ja noch Ferien.

Er kam öfters hoch und fragte , wie es mir ging und ob ich denn jetzt mal was essen möchte. Ich verneinte alles. Mir ging es wirklich dermaßen schlecht , ich musste sogar um Hilfe bitten wenn ich merkte das ich auf die Toilette gehen musste.

Ich konnte mich nicht mehr auf meine Beine halten. Das Fieber wollte nicht sinken und das Erbrechen und der Durchfall wurde nicht besser. Nur Durst hatte ich sehr , sehr stark.
Nach etwa , ich glaube drei Tagen im Heim und nachdem man den Hausarzt geholt hatte und alle Medikamente nicht mehr geholfen haben,
muss es wohl so gewesen sein das ich bewusstlos geworden bin denn irgendwann bin ich in einem Krankenhaus aufgewacht.
Dort ging es mir von Tag zu Tag besser.

Und schon am ersten Tag als es mir schon wesentlich besser ging und die Augen wieder mehr öffnete, kam mich der Erzieher besuchen der mich so grob angepackt und in die Badewanne geworfen hatte.

Er brachte mir Chips mit und ein Buch, ich freute mich, weil mir absolut nicht mehr im Sinn kam was eigentlich wirklich vorgefallen war, ab und an kam auch ein Heimkind mit um mich zu besuchen.
Dann kam der Stationsarzt ins Zimmer und sagte dass ich einen sehr starken Infekt habe und meine Nieren versagt hätten, nur einen Tag später – dann wäre es zu spät gewesen.
Wenn sie vermuten, sagte der Arzt zum Erzieher dass Diana nur so tut um nach Hause zu können, irren sie sich. Diana bedarf es einer Ärztlichen Kontrolle in Abstand von 6 Monaten.
Und, fügte er hinzu – finde ich es nicht gut dass sie so Verantwortungslos gehandelt haben, Sie hätte gleich ins Krankenhaus kommen müssen. Die ganzen Tage bis hier hin haben für Diana großen Körperlichen Schaden angerichtet, was sich demnächst in den weiteren Untersuchungen noch zeigen wird.

ICH

Es besteht eine Schilddrüsenunterfunktion , sowie eine Morbus Addison Krise , sowie die Hirnanhangsdrüsenunterfunktion

Wissen sie eigentlich in welcher Lebensgefahr sie , Sie gebracht haben !

Als der Stationsarzt gegangen ist, entschuldigte sich der Erzieher bei mir.

Er sah beschämend zum Boden , aber ich lächelte ihn an und schaute ihn in seine Augen. „Vielleicht sollte man nicht vorschnell Urteilen , damit lässt sich so manche Missverständnisse ausräumen und sogar Leben retten.

„Vielleicht sollte man nicht vorschnell Urteilen , damit lässt sich so manche Missverständnisse ausräumen und sogar Leben retten.

„sagte ich, ich verdrängte das geschehene… Bis es zum Nächsten Übergriff kam.

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