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Einsame Ehe (Die ganze Wahrheit )Teil 4

Hin und her gerissen und verdammt ich weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht…

Diana, komm zu mir, wenn du nicht dableiben kannst und auch nicht willst.

Ja, ich komme …mit einem ganz komischen Gefühl legte ich auf und rief ein Taxi das mich zu meiner Mutter fahren sollte.

Als ich dort ankam bezahlte ich das Taxi, Mama hatte nicht wie versprochen draußen gestanden um das Taxi zu bezahlen so wie sie es eigentlich versprochen hatte.

Egal, ich bezahlte und ging dann zur Tür.

Ich kam rein, da nahm sie mich in den Arm. sie sah meine Tränen und mein verquollenes Gesicht.

Wir setzten uns hin, wir rauchten beide sehr viel, beinahe so viel das mir schlecht wurde.

Ich dachte zum Glück ist Mama nicht betrunken, das wäre das letzte was ich jetzt noch bräuchte.

Eigentlich hat sie ja gesagt, sie trinkt nicht mehr …So will ich ihr das mal glauben.

Die ganze Zeit redeten wir über meinen Mann und was er sich dabei gedacht hatte, aber eigentlich brachte das alles gar nichts. Denn ich fühlte mich ebenso schuldig an dem was passiert ist.

Ich war ja diejenige die ihn erziehen wollte und wir nächtelang redeten was er ändern sollte.

Irgendwann gegen Abend, verhielt sich meine Mutter komisch, ich sagte ihr das ich meine Wachstumshormonspitzen vergessen habe.

Da ich diese jeden Abend nahm, fehlten sie mir nun.

So rief ich noch einmal bei meinem Mann, unserem Zuhause an und sagte ihm das er mir doch bitte die Spritzen vorbeibringen soll.

Ich dachte das ist vielleicht die letzte Möglichkeit das er sagt es tut mir leid, ich will dich zurück.

Es schellte, meine Mutter machte auf und er gab ihr dann die Spritze auf der Treppe im Flur ohne etwas zu sagen, drehte er wieder um und ging.

Als ich das mitbekommen habe, brach mein Herz nochmal entzwei.

Mama, verhielt sich komisch, des Öfteren ging sie ins Schlafzimmer und ich wusste beim besten willen nicht was das sollte.

Dann machte ich wieder ein grimmiges Gesicht denn ich wusste jetzt was los war, denn sie hatte heimlich getrunken.

Ich wusste mir nicht mehr anders zu helfen und nahm das alles in Kauf denn ich wusste nicht wohin, was soll ich jetzt tun.

Keine Freunde nichts, niemand der dich daraus holt.

In dem Moment stand meine Mutter auf, ging ins Schlafzimmer, es raschelte und klirrte.

Dann kam sie zurück ins Wohnzimmer, in ihrer linken Hand eine Flasche Wein, sie stellt diese auf den Tisch, direkt vor meiner Nase und meint.

Ach Diana „Übrigens, ich trinke dann also immer noch“!!!

In dem Moment glühten bei mir alle Alarmsirenen und ich war geplättet …Fertig mit meinem Mann, jetzt noch mit meiner Mutter.

Ende …ich kann nicht mehr!

Wie konnte sie nur so gemein sein , und mir das antun , jetzt wo ich so am Ende mit meinen Nerven bin !

Was soll ich tun?

Daraufhin nahm ich die Flasche Wein und setzte einmal an und machte einen großen Schluck.

„Ich wollte nur mal wissen, wie das Zeug schmeckt“

Meine Mutter sagte nichts mehr.

Sie trank die Flasche leer und ich saß neben ihr und war Fertig mit der Welt.

Dann gingen wir zu Bett, ich habe die ganze Nacht kein Auge zu bekommen. Ich wusste absolut nicht was ich jetzt tun sollte. Denn bei meiner Mutter wollte ich auch nicht mehr bleiben.

Mir kam somit die Idee am nächsten Morgen, meine Schwiegereltern anzurufen.

Als ich das meiner Mutter sagte, stutzte sie und fragte ob das was bringen würde.

Ich sagte nur ich versuche es erstmal, falls es nicht klappt dann komme ich wieder zu dir, dort bleiben werde ich auf keinen Fall.

Ich rief den Vater an der mich dann auch abholte.

Da saßen wir nun gemeinsam am Tisch und ich erzählte ihnen das mein Mann eine andere Frau liebt.

Was dann darauf kam konnte ich nicht mehr steuern geschweige abwenden.

„Sie sagten, Du bist ja auch selber schuld, wer will schon ein Krankes Huhn als Ehefrau“

Zudem bist du ja auch nicht das, was wir uns unter eine Ehefrau für unseren Sohn gedacht haben.

Tja, wir können das nicht ändern …und werden es auch nicht.

Ich bin dann völlig Leer und Taub aufgestanden und gesagt das ich jetzt wieder weg gehe.

Ne, warte mal wo willst du denn hin, rief der Vater –

Ich bring dich wenigstens zu deiner Mutter,

„Nein, da geh ich jetzt nicht hin! Sagte ich –

Wenn du magst bring mich zur Bushaltestelle, wo auch mein Arzt seine Praxis hat, ich muss da noch ein Rezept abholen, log ich.

So fuhr er mich bis zur Haltestelle, es hatte mittlerweile begonnen zu regnen und es war sehr kalt, aber noch nicht kalt genug das Schneeflocken fielen.

Ich rief mein Mann auf seinem Handy an, er drückte mich weg.

Dann dachte ich der ist bestimmt bei Bekannten mit seiner neuen und rief somit dort an.

Mein Bekannter ging ran und ich fragte ob mein Mann bei ihm sei

Da kam nur

„Ja, aber dich will er nicht sprechen!

Und legte auf.

Ein paar Minuten versuchte ich es nochmal bei meinem Mann

Er ging ran,

Ich sagte, bitte Stefan lass uns noch einmal reden und dann kannst du dich entscheiden.

Ich werde dich dann auch nicht mehr belästigen.

Ja gut können wir machen, kam da nur und er legte wieder auf.

Ich wartete diesmal eine ganze Stunde, er rief aber nicht zurück, ich dachte er müsste ja fragen wo ich gerade bin?

Ziemlich durchgenässt und Steif vor Kälte in mir drin und in meinem Herzen rief ich noch mal bei dem Bekannten an.

Ja, was willst du Stefan will nicht mit dir reden, das ist alles deine Schuld.

Er legte auf ….

Dann rief ich wieder bei meinem Mann aufs Handy an, und sagte als er dran ging.

Stefan bitte, ich stehe hier jetzt schon fast zwei Stunden an der Bushaltestelle und ich möchte doch nur einmal mit dir reden. Ich bin Nass und mir ist kalt, kommst du bitte?

„Er sagte, wie du bist nicht bei deiner Mutter?

Nein bin ich nicht mehr.

Okay, ja dann komme ich aber es dauert etwa Fünfzig Minuten bis ich da bin.

Diese Fünfzig Minuten flogen mir nur so um die Ohren, so viele Gedanken und Tränen die Flossen …alle die mir was bedeuteten haben mich an diesem Tag verraten.

Ich fühlte mich total im Stich gelassen, ohne irgendeinen festen Boden unter den Füßen und noch war ich nicht gefestigt es stand noch alles offen.

Dann kam er, und er sah wie die Lippen schon Blau waren und ich am ganzen Körper zitterte.

Ich sagte nichts, kein einziges Wort.

Ich war erledigt.

Als wir dann Zuhause ankamen, legte er mir eine Wolldecke um ich setzte mich in die Küche und rauchte wieder einer nach der anderen ich war aufgeregt und doch innerlich Tod.

Ich fragte ihn, ganz ruhig …Ich weiß das ich auch Fehler gemacht habe, dass ich zu Temperamentvoll bin und dass ich immer alles perfekt machen will,

Aber wenn du dir ganz sicher bist das, dass mit der neuen Klappt und du mich nicht mehr liebst dann bleibt nur eine Entscheidung.

Ich akzeptiere das und muss damit leben.

Dann griff er ein, und sagte.

Nein, Diana ich bin mir nicht mehr sicher.

Ich habe dich immer geliebt und das tue ich auch jetzt.

Ich hatte nur Angst im Auto vorhin, das du mit mir Schimpfst.

Und das war auch der Grund warum ich nicht sofort zu dir gekommen bin. Ich dachte ich krieg ein aufs Maul.

Ich sagte zu ihm, du weißt doch ich würde dich niemals schlagen, vielleicht schreie ich mal rum aber ich schlage nicht.

Und wenn ich schreie und weine ist es meine Verzweiflung.

Du lässt mich einfach viel zu sehr alleine mit allem hier.

Die ganzen Sorgen und Probleme, und nun auch noch meine neuen Diagnosen wie Borderline usw. …das ist auch nicht so einfach. Ich brauche dich und nur gemeinsam könnten wir das schaffen. Aber ich alleine pack das nicht…nicht jetzt.

Es war einfach Zuviel in letzter Zeit, deine Schulden die ich von meinem Ersparten bezahlt habe. Der unerfüllte Kinderwunsch, deine Eltern die mir das Leben zur Hölle machen und meine Mutter die immer noch säuft.

So kamen wir ins Gespräch, in ein langes und gutes Gespräch – jeder sagte was ihm störte und was wir gemeinsam verändern können.

Aber das vertrauen war erst mal weg, das musste er sich wieder erkämpfen.

Es war ein sehr langer und harter Kampf …

Und welche Wege uns noch trennten und immer wieder zusammenführten, davon berichte ich ein anderes Mal.

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