Borderline,  Co - Abhängigkeit

Endlich Zuhause Teil 1

 

Eigentlich war es ein schöner Sommer, bis zu dem Zeitpunkt als die Tage näher rückten und ich der Heimreise entgegenfieberte.

Irgendwie war jetzt alles anders.

Damals als man mich vom Jugendamt entführte, war ich noch das Kind und jetzt war ich auf einmal Erwachsen.

Ich kam gar nicht damit zurecht. Am liebsten wäre ich noch länger Kind geblieben.

Es fiel mir schwer, mich anderen gleichaltrigen Unter zu ordnen.

Ich spürte irgendwas ist anders an mir.

Das Kribbeln in meinem Bauch wurde immer stärker und die Angst wuchs umso mehr ich darüber nach dachte was denn Zuhause los ist.

Am letzten Tag fuhr ich wie gewöhnlich mit dem Stadtbus zum Bahnhof, als ich dort angekommen bin, gab es einige Kollegen und Kolleginnen, die auf der Treppe, die zu den Gleisen führte, saßen und sich Alkohol rein gepfiffen haben.

Sie sagten, Bleib doch noch hier trink einen mit.

Ich wollte nicht unbedingt schon nach Hause, weil ich Angst hatte was mich dort erwarten könnte.

Aber ich wollte auch nichts trinken. Ich habe das auch nur getan, weil ich dachte vielleicht hast du ja mit dem einen oder anderen Später noch mal Kontakt.

Ich blieb dann noch eine Stunde und fuhr dann mit dem Zug nach Hause.

Mein Herz klopfte als ich aus dem Zug gestiegen bin…alles war so vertraut und doch so fremd.

Einerseits war ich erleichtert endlich wieder Zuhause zu sein, aber andererseits hatte ich innerlich total Panik.

Ich bekam Koliken artige Bauchschmerzen, die in meinen Oberbauch ausstrahlten.

Als ich in unsere Straße einbog schaute ich gleich zum Fenster vom Schlafzimmer, sonst hat Mama da immer gestanden und gewartet das ich komme.

Jetzt stand sie nicht da und das war noch mehr ein Zeichen, das da irgendwas nicht stimmen musste.

Als ich an unserem Wohnblock stand, hörte man wie meist die Nachbarskinder sie standen auf den Rasen und guckten mich komisch an.

Was mich aber nicht weiter interessierte.

Ich klingelte Zwei mal lang ….

Ein paar Sekunden später ging die Haustüre auf, weil ein anderes Kind, das dort wohnte nach draußen wollte.

Mein Herz klopfte immer schneller, aber als ich beim Letzten Absatz der Treppe angekommen war machte meine Mutter die Tür auf. Zuerst sah ich in ihre Augen und dann sagte sie schon schön, dass du da bist.

Und da bekam ich auf einmal ein schlechtes Gewissen, das ich nicht schon vor einer Stunde mit dem Zug nach Hause gefahren bin, weil meine Mutter seit langen mal wieder nüchtern war.

Ich war einfach super froh, ich dachte an nichts Böses mehr.

Ich nahm meine Mutter in den Arm und freute mich endlich wieder Zuhause zu sein.

 

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