Mein Leben

Einsame Ehe Teil 2

Warum, so schaute ich ihn mit großen Augen an. Warum hast du das getan?  Tränen fließen …Stille

Ich habe all mein Vertrauen in dich gesetzt, wegen dir wollte ich mich ändern. Ich habe eingesehen das unsere Ehe so keine Chance mehr hat. Das ich eventuell krank sein könnte. Du sitzt nur da und schweigst, wir haben uns längst alles gesagt und was die Zeit bringen mag das weiß nur der Wind allein.

Zehn Wochen war ich getrennt von dir , für mich die schlimmsten Wochen überhaupt denn ich liebe dich. Jeden Tag dachte ich an dich auch bei den Therapien war ich mehr bei dir als bei ihnen. Du nahmst mich in den Arm aber es war anders als sonst, es war noch kälter geworden zwischen uns. Was war da nur geschehen? Ich dachte die Psychosomatische Reha würde uns beiden helfen deswegen ging ich erst weg. Wenn ich nur gewusst hätte das was ich heute erst weiß, dann wäre ich nie gegangen oder ich wäre eventuell für immer gegangen.

Eine tiefe Trauer machte sich in mir breit, ich fühlte Verzweiflung und irgendwie Armut, Arm an Liebe. In all den zehn Wochen, wenn du mich besuchen kamst habe ich nichts gemerkt, du warst so wie du immer warst nur irgendwas störte mich ich wusste aber nicht was es war.

Letztendlich war es meine Innere Stimme die mir immer zur Seite stand und mich vor noch größerem Blödsinn bewahrte. Oder mich ermahnte.

Sein Internet Radio war damals sein Hobby schlecht hin und Sie war auch da.

Wahrscheinlich ahnten alle schon was sich anbahnte.

Sie war auch meine Freundin, seit einigen Jahren nebst ihrem Manne der mehr in sein Schlagzeug verliebt war. Wohl kriselte es auch bei denen zu dieser Zeit.

So nahm es seinen Lauf, auch noch Wochen nachdem ich wieder Zuhause war fiel mir nichts Besonderes auf, es hatte sich nichts geändert zwischen uns. Ich hatte mich geändert mir ging es wieder etwas besser. In der Reha Klinik erhielt ich ein paar Diagnosen, um die ich mich dann Zuhause informieren wollte. Eigentlich wollte ich mein ganzes Leben verändern und zu neuem Glanz verhelfen. Noch immer ging ich zu dem Therapeuten. An einem milden November Tag brachte mich mein Mann dann zum Arbeitsamt, wo ich nach Stellen Ausschau halten wollte und mich über Weiterbildungen etc. Informieren.

Danach hätte ich den Termin bei meinem Therapeuten gehabt. Als ich im im Auto war und als ich ihn von dem Berufsberater erzählte , war er mit den Gedanken nicht bei sich, und ich fragte ihn mehrmals was los sei, ob es mit dem Sonntag , also gestern zu tun hat.

Weil ich auf einmal die Angst hatte verlassen zu werden, weil er das erste Mal in unserer Ehe allein bei Bekannten übernachtet hat, wo auch noch andere Leute dabei waren Männer sowie Frauen, und wenn er mich von dort einmal Angerufen hatte, hörte ich Gelächter und lautes Geschrei.

Ich vermutete das er mich gar nicht dabei haben wollte weil er Mal die Sau raus lassen wollte so wie am Anfang unserer Ehe, als eine Freundin in dem Tanzlokal wo wir waren auf uns zu gerannt kam , sie sich auf seinem Schoss setze und ihn abgeknutscht hat, zum Glück war eine Freundin da, die mich zurück hielt – sah aber das ich die Fäuste unter dem Tisch geballt hatte. Er ließ sich das gefallen, auch in diesem Moment dachte ich jetzt ist alles vorbei.

Wozu noch die ganzen Tränen, wozu all das Leid ich wollte jetzt einfach wissen was mit ihm los ist. Mir war es in diesem Moment egal was es für Konsequenzen es haben könnte. Ich sagte mit Tränen im Gesicht zu ihm das ich doch nach Hause wollte, ich möchte jetzt nicht zum Therapeuten erst reden wir. Er wurde auf einmal zickig und sagte was das denn soll. Ich sagte daraufhin, so wie du dich mir gegenüber zurzeit gibst ist einfach das allerletzte ich kann so nicht weiterleben. Sag mir die Wahrheit du hast eine andere. Er war Baff, sagte aber kein Wort – wir fuhren zurück nach Hause …immer wieder befragte ich ihn, er hatte wohl Angst, wenn er was sagt das ich ihm in das Lenkrad greife. Aber das hätte ich nicht getan auch nicht in der größten Wut. Kurz vor unserem Haus sagte er mir dann, dass er eine andere hat – aber auch nur weil ich Ihn immer wieder fragte und er es, erst verneinte, ich würde sie auch kennen meinte er.

Ich kam gleich darauf wer es war. Er nickte nur, Angekommen im Haus – Da war ein Foto von mir vergrößert an der Wand in der Küche, ich nahm es und schmiss es zu Boden, das Glas und der Rahmen zersprangen sofort. Ich weinte nun. In diesem Moment war es zum ersten Mal an diesem Tag das man mir das Herz in tausend Stücke zerbrach. Vielleicht war das noch nicht genug, einmal mehr das Herz zerreißen – auf einmal mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht drauf an …

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