Alkoholabhängigkeit,  Angst,  Borderline,  Co - Abhängigkeit

Traurige Erinnerung 


Meine Mutter hat soviel vergessen, oder hat sie es ganz einfach verdrängt?
Ist meine Mutter nun die Person die ich alls Kind so sehr vermisst habe???

Nein , leider nicht !


Alkohol zerstört wirklich alles ….mehr kann und will ich im Moment nicht dazu sagen.
Gestern saßen wir beisammen und sie fragte mich warum ich denn nun eigentlich Borderline hätte , naja und die ganzen anderen Krankheiten.
Ich bin ehrlich und habe ihr es so geschildert wie ich meine das ich eine Emotionale Instabile Persönlichkeitsstörung bekommen habe.
Leider kann ich die Zeit mit dem Alkohol nicht verneinen auch wenn sie es nicht gern hört.
Sie sagt oft, da haben wir ja schon drüber geredet ich bin es langsam Leid.


Seit circa zwei Jahren reden wir erst darüber und dennoch muß ich nur ihre Lage in der sie sich befand, verstehen.
Ich möchte die Geschichte nun nicht vertiefen das führt zu weit.
Fakt ist das sie immer alles alleine schaffen wollte und letztendlich auch musste.
Sie hatte es nicht einfach in ihrem Leben, aber sie hat es sich einfach machen wollen.
Ich habe eine Menge erkannt und ich weiß warum ich so bin wie ich bin.
Ein Baby kann eine Menge an Zwischenmenschlichen Beziehungen beispielsweise Mutter Kind Bindung, unbewusst mitbekommen.
Eine Trennung zb. Gleich nach der Geburt für circa 10 Wochen.
( kurze Denkpause)

Aber damit nicht genug das alles zog sich hin bis zu meinem 36 Geburtstag.
All meine Momente, Situationen, Ereignisse könnt ihr in diesem Blog nachlesen …
Wenn ich jetzt nur die Beziehung zwischen mir und meiner Mutter in Betracht ziehe und wenn man mal alle anderen Ereignisse weg lässt kann ich auch sagen das mir meine Mutter damals in den frühen Kinderjahren geschadet hat und ich wusste nicht mehr was Ist gut und was ist böse
Die meiste Zeit fühlte ich mich mit meinen Sorgen und Ängsten allein gelassen.
Von meiner Mutter habe ich nie Schläge erhalten aber ihre Stimmungsschwankungen waren schlimmer und haben auf Dauer mehr, Wunden und Narben hinterlassen.
Sie sind nun dabei etwas ab zu heilen.



Meine Mutter möchte ich nicht weh tun ….
Aber ich sage ihr heute die Wahrheit und dass  was sie wissen will.
Auch wenn es weh tut.
Mir hat es auch immer nur weh getan.
Und letztendlich bin ich nicht wie meine Mutter , ich bin nicht Sie….
Aber ich bin ein Teil von ihr.
Der dasselbe fühlt und nur ganz anders damit gelernt hat umzugehen anstatt sich die Welt bunt zu saufen.

2 Kommentare

  • zerberusundicke

    Ihr sprecht mir echt aus der Seele… Ich hatte sogar „lichte“ Momente mit meiner Mutter, in denen sie Mitgefühl gezeigt hat und gesagt hat, dass ihr vieles leid tut. Aber sie vergisst das alles direkt wieder. Und lobt sich so sehr selbst für ihre Mütterlichkeit. Ich glaube aber, wenn sie diese verzerrte Selbstwahrnehmung verlieren würde, wäre der Fall zu tief. Ich arbeite auch noch daran, zu akzeptieren. Aber jeder Kontakt nimmt mir so viel Kraft…

  • Benita Wiese (Pseudonym)

    Hallo Seelenkind,
    meine Mutter ist zwar keine Alkohokikerin aber psychisch nicht anwesend. Sie hat auf die Widrigkeiten des Lebens reagiert, indem sie sich eine Phantasiewelt baute, in der sie lebt. Alles das dort nicht hinpasst – das ist vor allem Kritik an ihr als Mutter – wird abgestritten.
    Dein Beitrag hat mich sehr an die Reaktionen meiner Mutter erinnert. Allerdings war es evtl. früher viel schwieriger eine Psychotherapie zu erhalten? Das ist ein entschuldigender Faktor. … Meine Mutter kann nicht verstehen, was sie mir antat. Ich denke, dass sie es nicht überleben würde, mitfühlend zu sein. Die Schuldgefühle wären zu stark?! Also verdrängt sie, vergisst, lebt in ihrer heilen Welt. Aber ich verstehe den Schmerz und die Wut, nicht verstanden zu werden. Meine Mutter wird mich nie verstehen können. So habe ich nur eine biologische Mutter. Schwer das zu akzeptieren.
    Liebe Grüße
    „Benita“

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