Co - Abhängigkeit,  Emotionaler Missbrauch,  Traumatische Erlebnisse

Veränderungen Teil 2

Dann kam die Zeit , wo eigentlich nichts mehr ging ich war am Boden zerstört einfach nur noch Traurig oft rief ich Oma heimlich an das sie doch bitte kommen soll.
Manchmal kam sie dann ja auch , so konnte ich zumindest an diesen Tagen Regelmäßig zur Schule gehen ohne Angst um Mama zu haben.
Weil wenn nun Oma kam , dann Trank Mama nichts mehr oder nur sehr wenig. Und das war ein Guter Grund für mich Oma auf weitere Nächte zum übernachten zu überreden. Auch Oma merkte irgendwann , was ich damit bezwecken wollte an einem Schönen Frühlingstag im Jahre 1989 geschah es dann , Dass meine Oma direkt für Sieben Tage bei uns blieb , sie wäre noch den achten Tag geblieben wäre meine Mutter nicht der Alkohol wieder das wichtigste gewesen, länger wie Sieben Tage konnte sie nun auf gar keinen Fall ohne ihren geliebten Korn überleben. Sonst würde sie nämlich gereizt und böse meinte sie so. Sie erfand allerlei Beschwerden und Lügen um sich wenigstens einen kleinen Flachmann vom Aldi zu kaufen. Den Oma misswillig zustimmte.
Nur nicht bedacht das wir Mama allein einkaufen lassen hatten , wegen Vertrauensbasis etc. Das sie ja so gelogen hat das die Balken sich biegen und sich mehr als ein Flachmann gekauft hat daran wollten ich und Oma partout nicht glauben.
Erstens hatte sie eine Fahne als sie vom Einkauf wieder heim kam , kurz danach klingelte das Telefon und Frau Koch meldete sich mit der Dringenden Bitte das meine Mutter doch kurz zu ihr kommen sollte um etwas zu erledigen.
Ich dachte gleich das nimmt ein Böses Ende , heute wenn Mama dahin geht.
Un genauso war es , es dauerte Stunden bis Oma endlich zum Hörer griff und die Telefonnummer von Frau Koch wählte ….

(Frau Koch war eine ältere Frau etwa Achtzig Jahre alt , aber immer noch fit im Oberstübchen die genau wusste wie sie meine Mutter zu sich locken konnte wegen Kleinigkeiten, und wenn es nur das Haar in der Suppe war. Meine Mutter sprang und tat alles für diese Alte Frau, anfangs hatte auch Oma nichts dagegen das sie ab und an der alten Frau half , aber dieses wusste Frau Koch sehr schnell für sich auszunutzen und wie sie meine Mutter dazu bekam zu ihr zu kommen in dem sie reichlich Korn hatte die sie, ihr anbot)
… Frau Koch stammelte in den Hörer das meine Oma die Hörmuschel etwas weiter vom Ohr nehmen musste, was ist denn bei ihnen los, Frau Koch – wo ist meine Tochter ….Ach die “ Ja die sitzt hier , aber die ist ganz komisch, kommen sie besser und holen sie , ihre Tochter doch eben bei mir ab.

Meine Oma stieg der Blutdruck ins unermessliche so einen Hochroten Kopf bekam sie auch nur dann wenn sie sich innerlich wieder zerrissen fühlte und wahrscheinlich überfordert mit der Situation , ich sagte darauf hin nur – Siehste Oma ich mache das jeden Tag so mit , den ganzen Tag , die ganze Woche, die Monate und all die Jahre.
Oma guckte sich um , und schaute mich an als ob ich zum ersten mal davon gesprochen hätte , so verwundert war sie.

Dann sagte sie , „Komm Du musst mir helfen“ Wahrscheinlich werde ich es nicht alleine schaffen Mama daraus zu holen , vielleicht geht das mit dir besser. Aber auch das kannte ich ja auch schon , denn nur ich war ja da sonst niemand wenn ich meine Mutter von irgendwo wieder aufsammeln und nach Hause bringen musste oder sollte.
So ging ich mit meiner Oma einmal über die Straße und schon angekommen , machte uns Frau Koch die Türe auf und weinte fast und schrie dabei , sowas mach ich nicht mehr mit. Brauch zu mir nicht mehr kommen usw. Die Worte gingen mir am allerwertesten vorbei denn was in dem Moment Zählte war allein meine Mutter , die schrecklichsten Dinge hatte ich mir ausgemalt. Aber sie saß da nur auf dem Sofa , kaum noch das sie sich halten konnte schaute sie mit viel Anstrengung nach Oben zu mir und meine Oma und fing an zu grinsen. Voll , Mama ist voll schrie Oma fast.
Ja und wie dachte ich nur …Wie viel Korn passt in einen Menschen rein , oder Frage aus wie viel Prozent besteht der Mensch aus Wasser ??? Das ist nun kein Wasser mehr woraus meine Mutter besteht nur noch Klarer Korn der durch ihre Zellen fließt. Meiner Mutter musste es wohl sehr dreckig gegangen sein , denn auf einmal lief sie beinahe Grün an und ihr wurde schlecht. Oma nahm sie unter dem Arm und begleitete sie zur Toilette.

Nach ein paar Minuten , schien es Mama wieder etwas besser zu gehen. Und mit aller Mühe und ohne ein einziges Wort zu Frau Koch gingen wir wieder nach Hause. Mehrmals mussten wir auf dem Nachhause weg stehen bleiben , Mama meinte ihr Bein täte weh aber ich wusste ganz genau das es nicht das Bein war was ihr Schwierigkeiten bereitete sondern ihre Balance die sie durch zu viel Alkohol im Blut verloren hatte.
Auch Oma wusste woran sie war, und es wahr wohl das einzige mal das Oma nicht einfach so weg gefahren ist , sondern bei mir geblieben ist. Wir legten Mama aufs Sofa , wo sie sofort einschlief. Ich und Oma schauten dann noch etwas Fernsehen aber gesprochen haben wir über den Vorfall den Abend nicht mehr.
Irgendwie wurde um uns alles düster , auch Pet lies sich nicht mehr sehen ich fragte dann und wann noch mal und Mama versuchte ihn auch zu erreichen aber wenn er denn Zuhause war , legte er kurzerhand wieder den Höhrer auf.
So kam es nicht dazu das sich die beiden wieder annäherten , was ich auch gar nicht so schlimm fand denn um so weniger Kerle da waren um so weniger dachte ich würde sie trinken. Aber dem war nicht so , sie machte dennoch weiter.
Und irgendwie konnte das alles ja nicht so bleiben , irgendwas musste sich ändern. Wenn nicht bei meiner Mutter dann aber bei mir. Ich hätte es lieber gehabt sie hätten meiner Mutter geholfen anstatt mir. Ob es letztendlich eine Hilfe war , kann ich heute mit einem eindeutigen Nein bewerten.

Das Jugendamt schaltete sich ein, weil ich des öfteren von der Schule geflohen bin oder erst gar nicht hin gegangen bin. Meine Erkrankungen der Atemwege wurden sehr schlimm Teilweise musste ich ums überleben kämpfen mit jedem Atemzug ein neuer Anfang , so dachte ich mir. Und wenn ich nun ins Krankenhaus kam , war dies gleich auf mehrere Wochen ausgelegt sodass ich der besten Medizinischen Versorgung unterlag. Das auch meine Mutter bereitwillig hingenommen hatte. Aber ich fühlte mich nicht wohl bei dem Gedanken sie alleine Zuhause lassen zu müssen, sollte nur noch einmal sowas geschehen wie bei Frau Koch dann haben wir den Salat und wohl möglich steckt man mich dann gleich in ein Kinderheim. Meine Angst , die ich hatte spürte meine Mutter wenn sie kam und auch wenn sie getrunken hatte habe ich ihr immer wieder vor Augen geführt was passieren könnte. Aber Sie schmetterte diese Probleme oder diese – meine Angst weit von sich. „Ich tue doch alles für dich, ich vernachlässige dich nicht und du hast doch alles was du brauchst“ Das war immer ihr Standardsatz den sie in solchen Situationen zur Hand hatte.

Mich machte es Traurig und Wütend zugleich das sie das alles soweit weg von sich schob , dabei stand in diesem Jahr das schon einmal bei dem Jugendamt zur Sprache.
Im Frühjahr 1989 sollte ich dann vom Jugendamt eine Nachhilfe Lehrerin gestellt bekommen, nach dem ersten Anschein war sie in meinen Augen flapsig und etwas tollpatschig,ich war aber dann doch ganz froh als sie sogar bis in die Klasse mit rein kam und dort bis Schulschluss blieb um auf mich aufzupassen. Einerseits schämte ich mich das ich es nicht schaffen konnte alleine in die Schule zu gehen und auch dort zu bleiben , andererseits war ich froh so konnte mir wenigstens hier in den Pausen nichts mehr geschehen. Manche ältere Kinder und Jugendliche sahen trotz das sie noch auf mich herum trampeln mussten wenn sie in Gruppen kamen, das ich still geworden bin und irgendwie anders so kannten mich die Kinder nicht.

Ich lebte in mir drin eingesperrt und wollte nicht mehr nach außen hin zeigen wer oder was ich war. Und dieses komische Verhalten veranlasste die Kinder darüber nach zu denken , das ich es vielleicht Zuhause nicht so gut habe wie die anderen Kinder , auch in der dritten Woche als dann die Privat Lehrerin nicht mehr mit in die Klasse kam mich nur hin brachte und abholte veränderte sich das Verhältnis zwischen mir und den Lehrern und den Mitschülern. Es wurde allmählich erträglicher und so konnte ich auch viel besser vertrauen zu den neuen Mitschülern gewinnen. Aber obwohl ich immer ruhiger Wurde und fast nichts mehr gesagt habe , lies man mich in Ruhe und schlug nicht mehr auf mich ein.
Ich dachte , wenn jetzt mit der Schule wieder alles gut wird hat Mama keinen Sinn mehr um zu trinken…
Vielleicht wird dann alles besser…!

Ich wusste nicht das dies erst der Anfang war , von einer langen und schlimmen Odyssee
Erst einmal sollte ich mit meiner Mutter zusammen und noch anderen Eltern mit ihren Kindern Urlaub machen auf Norderney für Vierzehn Tage in einer Jugendherberge. Das dies mit die Schlimmste Zeit für mich werden wird und welche Konsequenzen dies alles für mich haben würde , wusste ich damals noch nicht oder hätte ich mir nie zu träumen gewagt.
Schlimmer für mich als jeder Psycho Thriller ein Bestseller in den Top 10 der bekanntesten Buchverleger Deutschlands.
Demnächst mehr …..).

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