Alkoholabhängigkeit,  Angst,  Borderline,  Mein Leben

Der Brief an Mama

Hallo Mama, hier schreibt dir deine Tochter
Nach der eskalierten Situation am Dienstag haben wir uns nun nicht mehr gesprochen.
Dein ganzes Verhalten mir gegenüber und das du kein Einsehen hast und zum Teil Egoistisch bist
hat mir nun wieder ganz deutlich vor Augen geführt das ich dir egal bin.
Wenn wir telefonieren geht es meist um dich und deine Unzufriedenheit, wenn ich dann schon merke, dass dich deine Lebenslage im Grunde nervt
Sage ich besser nichts von mir. Da ich dich nie belasten würde.
Sag ich etwas zu deiner Situation im Guten, ist alles in Ordnung doch bin ich nicht mit dir einer Meinung dann stößt du immer alles von mir ab und tust sowieso das, was du willst.
Das ist genau das, was mein Mann meinte.
Du hast auch Angst davor, ich könnte wieder von früher anfangen, wenn wir am Reden sind.
Für mich ist das noch lange nicht vorbei, für dich vielleicht aber nicht für mich da es sich so sehr in mein Herz und meine Seele eingebrannt hat.
Ich habe immer zu dir gehalten, ich habe für dich gelogen, hab dich in Schutz genommen und ich habe dich immer geliebt.
Was du in guten für mich getan hast, muss bei jeder Mutter, die ihr Kind liebt selbstverständlich geschehen.
Ich hatte es auch verdammt nicht leicht in meinem Leben, aber wenn ich es dir erzähle tust du immer alles so ab, als sei alles nicht so schlimm.
Ich habe seit meinem 8 Lebensjahr angefangen mich selbst zu verletzten aus lauter Hass zu mir selbst. Seit 2007 Depressionen und Emotional instabile Persönlichkeitsstörung Typ Borderline, bin Co abhängig durch dich.

Hast du dir je die Mühe gemacht mich zu verstehen oder hast du dich mal gefragt, warum ich diese seelischen Schmerzen ertragen muss.
Nein du hast alles weit, weit von dir geschoben.
Und seit dem ich verheiratet bin versuchst du alles auf Stefan zu schieben, die ganze Verantwortung die Fehler.


Aber du selbst siehst nie deine Fehler ein und du hast eine Menge davon, die mir ganz tiefe Narben in meine Seele geschnitten haben.
Muss ich dir jetzt auch noch aufschreiben, was du mir alles angetan hast?
Es ist an der Zeit, das ich nicht mehr so weiter leben kann.
Ich denke das du schon immer so eiskalt und Egoistisch warst, warum auch immer. Vielleicht hast du nie wirklich gelernt dich in andere Menschen die dich lieben hineinzuversetzen.
Ich weiß nur das ich einen besseren Weg gehen werde, wenn auch ohne dich.
Ich habe vieles mit fast 40 geschafft, wo du mit 40 meist nur gesoffen hast.
Dein Alkohol war dir immer wichtiger, die Kinder die gesprungen sind, wenn du was wolltest, die Kerle, weil sie mit gesoffen haben.
Nur ich hab mich gefühlt wie der letzte Dreck.
Ich war ganz alleine mit all meinen Sorgen und Ängsten, niemand hat mir die Hand gereicht.
Ich hatte Angst um dich und dein Leben, seit dem ich denken kann, habe ich versucht dir alles recht zu machen und dir eine liebevolle und gute Tochter zu sein.
Du warst auch mal lieb, aber auch nur dann, wenn es dir von Nutzen sein konnte. Wenn ich wieder für dich Schnaps einkaufen musste, dann wenn du mit deiner übertriebenen Sorge um mich, mein Selbstbewusstsein geschädigt hast. Mein eigenes Ich, meine Persönlichkeit. Letztendlich bin ich für dich und mit dir durch die Hölle gegangen und von all dem wo ich zu dir gestanden bin, willst du nichts wissen.
Weißt du überhaupt wie weh du mir tust, nein das weißt du nicht.
Sonst hättest du mich im Krankenhaus besucht, wie es sich für eine Mutter gehört
Hättest mich aufgefangen, wo ich gefallen bin
Hättest mir zugehört und nicht immer alles verneint
Würdest meine Hand halten und sagen, es tut mir leid
Man kann das Geschehene nicht Rückgängig machen, aber man kann es jetzt besser machen und zeigen das man es ernst meint.
Du willst mich noch nicht mal besuchen kommen, wenn ich am 13.1. Geburtstag habe, ist ja nur die „39„ hast du gesagt.
Wann bist du mal zu mir gekommen ohne irgendwas zu wollen, einfach nur so? Nein du ruhst dich nur auf deinen Hintern aus und vor lauter Langeweile, schiebst du Kummer und Frust und lässt alles bei mir aus.


So ist es, die Wahrheit. Ich kann so nicht mehr leben und ich will es auch nicht mehr, du hast mir von je her immer nur weh getan.
Warum hast du nicht spätestens da mit saufen aufgehört, wo ich ins Heim kam? Auch damals gab es schon Hilfe, aber du hast sie damals schon ausgeschlagen, genau wie heute.
Man kann dir nicht mehr helfen, weil du es nicht willst!
Deine Tochter!

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