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Vivil Minz Pastillen und die Heimliche Veränderung. Teil 1

Ich war gerade mal seit knapp zwei Jahren in der Schule, dort war für mich von Anfang an kein Zuckerschlecken. Ich hatte oft das Gefühl das ich von den Mitschülern nur geduldet wurde, wenn Lehrer fragten warum sie mich nicht in ihre Pausenspiele mit einbeziehen würden, dann meinten sie das ich ja viel zu oft fehle und immer ein auf „krank“ mache. Die Kinder in der Grundschule machten den Anschein als ob ich schon dabei sein könnte.. Aber hinterrücks wurde ich verraten. Denn Kinder können grausam sein. Eines Tages als ich bei Schulschluss auf meine Mutter wartete und sie nicht kam. Fragte ich in einem der Schulbusse nach, ob meine Mutter da wäre. Und die Kinder aus der dritten Klasse meinten das sie hinten im Bus säße. So schlängelte ich mich durch die ganzen stehenden Kinder, mit ihren Schulranzen. Als ich fast hinten ankam, fuhr der Bus los. Und ich sah nirgendwo meine Mutter. Die Kinder lachten laut auf und da wusste ich das man mir ein üblen Streich gespielt hatte. Als ich Zuhause ankam, war auch dort meine Mutter nicht aufzufinden. Ich klingelte bei den Nachbarn, fragte dort ob meine Mutter bei ihnen ist oder wahr. Aber Fehlanzeige.

Ich wusste nicht was ich tun sollte, ich machte mir große Sorgen, ich hatte so wahnsinnige Angst das meiner Mutter im Betrunkenen Zustand irgendetwas zugestossen ist. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, ich weiß nur das sie irgendwann wieder kam.

Und meinte das sie auf mich gewartet hätte und das ich Schuld daran wäre, das sie mich angeblich überall gesucht hätte. Als ich in den Bus einstieg hatte ich zuvor überall meine Mutter gesucht, aber sie war überhaupt nicht aufzufinden. Das war eine große Lüge die sie mir da auftischte… Sie Log mich immer an. Sie gab eher mir die Schuld, als sich selbst einzugestehen das sie ein Fehler gemacht hatte. Am Abend wurde ich wieder schwer krank, den ganzen Tag war meine Mutter wieder mehr mit sich selbst beschäftigt.Sie trank Korn und schlief gelegentlich auf dem Sofa ein.

Währenddessen ich wieder um Luft ringte, die ich immer schwerer zu bekommen schien. Dann kam Fieber hinzu, ich lag innerhalb ein paar Stunden wie regungslos auf der Erde, neben der Heizung. Ich lag als Kind immer auf den Boden und da ich ständig gefrorenen habe, tat es gut wenn die Elektro Heizung ihre warme Luft heraus pustete. Direkt an meinem Rücken. Wenigstens etwas Wärme, dachte ich. Meine Mutter wurde irgendwann wach, sie erzählte mir später,Das ich nicht mehr wach wurde und das sie nicht wusste was mit mir auf einmal los war. Sie rief mitten in der Nacht unseren Hausarzt der innerhalb von Zehn Minuten bei uns zuhause war.

Er meinte das ich sofort ins Krankenhaus müsse, das Fieber wäre viel zu hoch. Verdacht auf Lungenentzündung, hieß es. Er rief von unserem Apparat, sofort den Rettungsdienst der auch wenige Minuten später eintraf. Von da an, ging es mit Blaulicht und TatüTata ins Krankenhaus nach Paderborn. Dort stellte man mich auf dem Kopf und untersuchte mich. Ich lag an mehreren Infusionen, einem Monitor und Beatmungsmaschinen. Meine Mutter war nicht da, sobald ich aufwachte machte ich mir wieder große Sorgen um sie. Auch die Krankenschwestern merkten, welchen Druck ich ausgesetzt war. In der Nacht war das Fieber so hoch angestiegen das ich, fantasierte und um mich schlug. Ich riss alle Schläuche aus meinen Armen, als das Signal ertönte… liefen die Ärzte und Schwestern in mein Zimmer und mussten mich, wie es später hieß, wieder reanimieren. Am nächsten Tag kam meine Mutter zu Besuch, am Anfang war noch alles einigermaßen in Ordnung. Aber sie ging so oft runter und wollte eine Zigarette rauchen. Ich wusste sofort was das zu bedeuten hatte. Und jedesmal wenn sie wieder hoch kam, spürte ich die Veränderung… Wenn sie mir nahe kam und sie mich streichelte, roch ich diese Pfefferminz Pastillen, die sie immer dann zu sich nahm wenn sie was getrunken hatte.
Zweiter Teil folgt demnächst!

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