Alkoholabhängigkeit,  Borderline,  Co - Abhängigkeit

Grauer Tag

Jeder Tag ist so trist und völlig Banane, genauso wie ich mich fühle

Dieser Graue Tag macht mich noch meschugge.

Bleibt mir nichts anderes, außer wieder mal meine Gefühle auf ein Blatt Papier zu schreiben.

In mir wüten Stürme unendlichen Ausmaßes, Wäre der Sturm draußen in der Welt, würde alles kaputt gefegt.

Mit so viel Power und Wut, die in mir brodelt, kann das nur ein Tornado der schwersten Stufe sein.

In diesem Augenblick halte ich es nicht mehr aus,

Dieser wahnsinnige Druck auf meiner Seele diese Angst…

Wann hat das alles endlich ein Ende?

Ich fange an zu weinen in dem Moment, wo ich mich mal wieder selbst nicht unter Kontrolle habe und anfange mich selbst zu verletzen.

Seit dem 8 Lebensjahr in etwa habe ich diese Blöde Angewohnheit mich bei jeglichem Schmerz auszuklinken. Und mir Schaden zuzufügen, das der Größere Schmerz überdeckt wird, jedoch hält das nur für einen Augenblick.

Jedenfalls fühle ich mich nun etwas freier und nicht mehr so beengt.

Manchmal wünschte ich, ich könnte einfach schreien, heulen…Und die betreffenden Menschen, die mir weh tun ins Gesicht schlagen.

Aber nein ich schweige einfach und fresse meinen Kummer in mich hinein.

Es schellt an der Haustür, wer das wohl sein kann.

Ich mach dir Tür auf und stehe oben am Geländer, ich höre schon an den Schritten und an dem Atmen, das es meine Mutter ist, eigentlich freue ich mich ja das sie kommt aber andererseits?

Sie kommt gerade vom Einkaufen und hat mir eine Kleinigkeit mitgebracht.

Ohne irgendein schlechtes Gewissen zu haben, holt sie aus ihrer Einkaufstüte Drei Dosen Bier 0,5 Liter.

Das sind anderthalb Liter, die trinke ich noch nicht mal, wenn ich nur Wasser trinke.

Sie setzt sich auf mein Sofa und begutachtet meine kleine Wohnung, eher gesagt das Wohnzimmer, in dem sie sitzt, sie öffnet die Dose Bier und nachdem sie ein Schluck getrunken hat, sagt sie so einfach zu mir, dass die Ecken bei ihr aber nicht so aussehen würden, ich hätte Zuviel Unordnung das müsste man aufräumen.

Wenn ich sagen würde, ja Mama das mache ich – würde sie stutzen und nichts mehr sagen.

Ich habe mich aber auch nicht getraut zu sagen, das kommt, weil ich mehr Sachen habe als du, ich habe wenigstens noch ein Hobby du interessierst dich für gar nichts.

Deswegen habe ich Regale und Schubladen, damit dort alles was ich brauche seinen Platz findet. Und das nennst du die Ecken sind voll nur weil dein Leer sind und bleiben?

Ich sag nichts und schlucke es wie gewohnt runter, genauso wie mich das ärgert das du dir bei mir dein Oberteil ausgezogen hast und auf meiner Couch sitzt und dein Bier säufst.

Das dir warm wird, sogar im Winter ist ja nicht verwunderlich.

Bei der Menge an Alkohol.

Ich mache mir so meine Gedanken und denke viel zu viel,

und ich sorge mich viel zu viel, aber es bringt auch nichts irgendwas zu sagen, was in mir vorgeht oder wie ich mich fühle.

Alles würde dann auf Unverständnis bei dir stoßen du würdest eh alles Kategorisch ablehnen.

Sogar damals als ich wegen schwerwiegender Probleme in die Kinder und Jugendpsychiatrie war, und du letztendlich nicht mehr zu den Therapie Gesprächen gekommen bist.

Letztendlich hast du nicht geschnallt, was der Psychoheini von dir wollte.

Du dachtest eben nur es ginge um meine Gesundheit, dass es damit schwerere Folgen hatte für mich das du nicht mitgezogen hast, war dir überhaupt nicht bewusst.

Du hast damals jegliche Hilfe abgelehnt, eine Therapie natürlich auch.

Wozu brauch ich so ein Blödsinn ich bin nicht doof im Kopf, „Warfst du einfach so in den Raum.“

Du konntest dir nicht eingestehen das du Alkoholikerin bist

und mich damit und meine Entwicklung gefährdet hast.

Dir war es zum Teil egal ob meine Entwicklung besser wurde, du wolltest am liebsten das ich wieder nach Hause komme, du konntest nicht allein zuhause bleiben.

Das wusste ich damals zu der Zeit aber noch nicht.

Ich tat immer genau das was meine Mutter wollte, sie musste noch nicht einmal etwas sagen.

Ich habe gute Antennen, die alles empfangen,

die kleinste Kleinigkeit.

Und mir konnte man niemals vormachen, sie hätte nicht getrunken ich sah es sofort an ihren Augen und an der Mimik.

Ebenso wie heute.

Eigentlich war ich dann ein klein wenig erleichtert als sie wieder ging, nur der Teufelskreis, aus dem ich mich nicht befreien konnte, war immer noch da. Wieder drehte sich mein ganzes Leben nur um sie.

Ich hatte Angst sie nun allein zu lassen in ihrer Wohnung, ich dachte was wird sie jetzt wohl wieder alles trinken oder wie viel?

Warum verdammter Mist hilft mir keiner.

Wieder verging ein so Sinnloser Tag ….

Mein schlechtes Gewissen plagte mich, warum hatte ich eigentlich ein schlechtes Gewissen?

Habe ich nicht eh und je alles für meine Mutter getan?

Ich rief sie nach ein paar Stunden wieder an, um zu hören inwiefern sie noch getrunken hatte oder ob überhaupt?

Es war schrecklich die Sekunden vom Tuten, bis sie dann endlich ans Telefon ging….

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