Borderline,  Co - Abhängigkeit,  Emotionaler Missbrauch,  Familie,  Mein Leben,  PTBS,  Traumatische Erlebnisse

Ein kleiner Einblick in meine Welt

Was mein Leben betrifft, so fragt man mich, kannst du dein Leben in ein paar kurzen Sätzen zusammenfassen? Meist entsteht ein ganzer Roman daraus.  Dennoch versuche ich mich, trotz der Komplexen Thematik angefangen in der Kindheit, kurz zu fassen.

Alles was ich nun hier schreibe, weiß ich aus eigener Erfahrung von meinen Erlebnissen, bewusst erinnern kann ich mich etwa ab dem dritten Lebensjahr. Alles andere habe ich von meiner Mutter, meiner Oma und der Familie so übernommen. Von Befunden und Briefen von Jugendamt Kliniken und Ärzten.

Am Abend, ich war gerade mal ein paar Stunden alt verlegte man mich ins St. Vincenz Krankenhaus genau weiß ich nicht warum. Nur meine Mutter sagte immer das ich einen zu niedrigen Zucker hatte und das ich Gelbsucht bekam. Nur einen Tag später wurde ich in ein Kinderkrankenhaus nach Bethel bei Bielefeld verlegt. Schon zu diesem Zeitpunkt, hatte ich mit meinem Leben zu kämpfen Ich musste beatmet werden und wurde mit einer Sonde gefüttert.

In den nachträglich angeforderten Befunden von (1976 / und 1979, wo ich nochmals in Bielefeld Bethel war), die ich im Mai.2003 erhielt, kannte ich nun die ganze Wahrheit.

Mit dem Alter von 3/4 Jahren erhielt ich die Diagnose Asthma Bronchiale.

Da ich sehr oft mit schweren Lungenentzündungen zu kämpfen hatte, sobald jemand im Kindergarten erkältet oder Meine Mutter krank war, steckte man mich sofort an.

Zudem hatte ich viele Allergien entwickelt. Hausstaub, Milben, Gräser, Pollen, Tierhaare usw. Bis 1986 hatte ich weitestgehend mit Lungenentzündungen zu tun die immer so heftig waren das ich hohes Fieber bekam, welches kaum wieder runterzubekommen war.

Oft kam ein Asthma Anfall, wenn ich unter enormen Druck stand, oder ich hatte große Angst und Stress zuhause.

Wenn ich aber einen Fieberhaften Infekt bekam und nach ein paar Tagen nicht ein bisschen besser würde, vielleicht sogar schlechter, dann rief meine Mutter unseren Hausarzt. Dieser schickte mich dann schnell in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Dann war es oft höchste Eisenbahn, weil ich gar nicht mehr aufwachen wollte. Zwei Mal, habe ich so stark um mein Leben gekämpft, Das mich die Ärzte im Krankenhaus schon aufgeben wollten.

Man hat mich beatmet, ich bekam Cortison, Fiebersenkende Mittel ich Halluzinierte in dieser Nacht, in der das Fieber bis 41 Grad anschlug.

Ich kämpfte nie um mich, sondern immer um meine Mutter. Ich konnte sie nicht allein lassen, wer würde sich denn um sie kümmern?

Ich wurde nach ein paar Wochen wieder gesund und nach ein paar Tagen der angeblichen Erholung zuhause, ging ich auch wieder in den Kindergarten.

Ich möchte meine Einleitung so Trigger frei wie möglich halten deswegen lasse ich extreme Erlebnisse so weit aus, wie es geht.

Ich möchte hier an dieser Stelle anmerken das ich mit vier Jahren den ersten schlimmen Missbrauch erlebt habe, den ich über Jahre verdrängt habe. Ich möchte nicht nur mich, sondern auch euch schützen. Daher erzähle ich an dieser Stelle nicht weiter.

Langsam wusste ich das meine Mutter, den Alkohol immer mehr brauchte, sie kam nun jeden Tag vom Einkauf mit Korn und Bier zurück nach Hause.

Es gab nichts, außer Schule, Hausaufgaben, meine Mutter Gefallen tun, mal etwas essen, und vielleicht das im TV sehen was meine Mutter guckte, was ich wollte durfte ich nicht schauen. Dann schaute meine Mutter Krimis und Horror Filme, wovon ich nachts schlecht schlafen konnte. Oder wir gingen gemeinsam in die Kneipe, wo sie so viel Trank, dass man sie nachher nach Hause bringen musste, oder aber sie ist hingefallen und ich war ganz allein mit ihr und musste irgendwie zusehen das ich sie wieder hochbekam.

Manchmal durfte ich mir dann wieder etwas anhören, wenn sie gemein zu mir war. Und das war sie sehr oft. Ich glaubte in diesen Momenten nie das meine Mutter irgendwas für mich übrig hatte und mich liebte.

Im Jahre 1986 und 1987 war ich sehr oft im Krankenhaus, aber diesmal nicht wegen einer Lungenentzündung, sondern weil ich die Dritte Harnwegsentzündung bekommen hatte und man sich nicht erklären konnte woher diese Erkrankung denn nun kam. Dazu wurden dann mehrere Untersuchungen mit mir angestellt.

Dabei fand man eine Schrumpfniere und Allgemein viel zu kleine Nieren, das bedeutete fortan für mich das ich immer viel Trinken sollte. Im Krankenhaus zwang man mich dann zu trinken, Dazu gesagt meine Mutter hatte mein Trinken immer völlig vergessen, es gab nicht mal beim Essen einen Schluck Wasser, sie meinte das wäre nicht gut, man solle nach dem Essen trinken. Manchmal kam ich um vor Durst und da bin ich einfach ins Bad und trank aus dem Kran.

Es gab auch keinen Sprudel für mich oder sei es ein Nachtisch. All das kannte ich nicht!

Meine Mutter war seitdem ich denken kann Alkoholikerin, soweit ich heute weiß, hat sie mit Sechzehn schon angefangen zu trinken.

Mein leiblicher Vater ist im Himmel seit 1989, ich durfte ihn nie kennenlernen. Ein einziges Mal war er bei uns, da war ich drei Jahre alt. Ich kann mich noch wie gestern an den Tag erinnern. Er setzte mich auf seinen Schoß und schenkte mir ein Aufkleber mit einem Bären von Bärenmarke.

Meine Mutter erzählte mir damals, es sei ein Onkel gewesen.

Meine Kindheit und Schulzeit, Es war eine grausame Zeit zwischen Todesangst und Wahn. Mit knapp acht Jahren fing ich an mich selbst zu verletzten, ich konnte die ganze Verzweiflung und die Wut auf dem Alkohol nicht mehr verbergen und einfressen. Ich durfte nie jemanden davon erzählen noch nicht mal meiner Oma. Die ganzen Erniedrigungen machten mich fertig, es hat mir so sehr weh getan. Manchmal glaubte ich es wäre besser, wenn ich nicht da gewesen wäre. Und dann wieder überschüttete mich meine Mutter mit übertriebener Fürsorge, eben dann, wenn ich vielleicht im Krankenhaus war oder wenn ich krank war. Ich kam mit dem Wechsel Böse und Lieb nicht mehr klar, denn ich sah auch jetzt wie andere Kinder mit ihren Eltern zusammen waren, wenn ich zur Schule ging. Dieses zu sehen, schmerzte in mir.

Meine Mutter hatte kein Verständnis für mich und meine Sorgen, ihr war der Alkohol wichtiger. Nur selten an manchen Tagen war sie Liebevoll, wie eine Mutter sein sollte. Aber schon ein paar Stunden später, sobald Korn auf dem Tisch stand, da war wieder die Hölle los. Sie hat mir sehr oft im Betrunkenen Zustand gesagt, das wenn ich nicht so krank wäre, dass Mama ja dann nicht trinken müsse. Und sie käme mit mir nicht klar und wüsste nicht was sie tun soll. Gearbeitet hat sie nach mir nicht mehr, hat sich von der Sozialhilfe aushalten lassen, meine Mutter hatte keine Ziele und arbeiten wollte sie angeblich wegen mir nicht mehr, weil ich ja so oft krank war. So lebte ich in armen Verhältnissen, aber für mich war es normal ich hatte keine Ansprüche.

Und wünsche äußerte ich nie. Ich war schon glücklich, wenn Mama einmal nicht trank, das war für mich Ostern und Weihnachten zugleich. Ich wollte nichts haben, ich wollte nur das sie wieder gesund wird. Nach vielen Eskapaden, und Alkoholexzessen, die auch die Schule mitbekommen hat, ich schien für die anderen Kinder die Schwächste unter allen zu sein. Nun war ich jedes Mal in den Pausen, Vor und nach der Schule fällig, sie prügelten auf mich ein, sodass ich mit Prellungen, Schürfwunden und Knochenbrüchen nach Hause kam. Ich bewegte mich oft auf allen vieren bis zu unserer Wohnung. Mir war es egal wie die Leute guckten auf dem vier Kilometer langen Nachhauseweg.

Niemand hat mir geholfen, aber geschaut haben viele.

Mit aller Macht Zuhause angekommen war dann meine Mutter, die dann wieder überfürsorglich war und mich bemutterte an den Stellen wo ich es gar nicht brauchte. Oder es kamen die Worte „stell dich nicht so an, du musst dich wehren“. Und kam meine Mutter am anderen Tag mit zur Schule. Da kamen die Kinder in der Pause, auf mich zu und droschen auf mich ein.

Als meine Lehrerin einmal sah was man mit mir machte, schickte sie mich zum Arzt nebenan. Der wiederrum versorgte nur meine Wunden und schickte mich zum Röntgen. Dann bekam ich einen Gips und ein paar Verbände, die am nächsten Tag in der Schule wieder abgeschlagen wurden von den Kindern in der 8 Klasse.

Ich hatte keine Hilfe, keine Lehrer und keine Freunde, die mir in diesen Situationen helfen konnten und wollten.

Gerade auch bei solchen Auseinandersetzungen kam dann mein Asthma wieder zum Vorschein. Ich habe mir alles gefallen lassen, jedes Schimpfwort, jede Demütigung, jeder noch so schlimme Vorwurf.

Nur wenn man meine Mutter ins Spiel brachte und sagte irgendetwas negatives über meine Mutter egal ob es Lehrer oder das Jugendamt waren, dann wurde ich Böse und stellte auf Stur, ich beschützte meine Mutter, als ob ihre Löwin ihr Junges beschützt.

Mit acht Jahren kam ich dann zur Kur, weil sich auch die Lungenentzündungen häuften und damit auch die Asthmaanfälle. Ich war etwa Neun Monate dort, indem ich kaum gesund werden konnte, weil meine Mutter mich jedes Mal betrunken besucht hatte.

Irgendwann danach, Das Jugendamt stellte uns eine Hilfe zur Seite, die aber nicht nur dafür da war, um meine Hausaufgaben mit mir zu machen, sondern bei uns zu sehen, wie der Alltag bei uns abläuft.

Die Hilfe vom Jugendamt die uns zur Seite stand lud uns zum Urlaub auf Norderney ein. Nach einem Desaster im Jugendschullandheim auf Norderney wo ich mit meiner Mutter vierzehn Tage Urlaub mit anderen Eltern und deren Kindern machten, hat sich meine Mutter aufgeführt nach dem sie heimlich Korn trank und immer betrunken war und dass sie nie mit den anderen Eltern und uns Kindern etwas unternehmen wollte. Auch am Strand ging sie immer abseits von den anderen, auch wenn die Frau vom Jugendamt sagte wir sollen zu ihnen kommen, verneinte dies meine Mutter. Ich sah den Flachmann, den sie im Sand vergraben hatte, ich schaufelte diesen wieder ein bisschen frei damit die Frau vom Jugendamt, das Sehen konnte was meine Mutter machte Am Abend beim Abendbrot war schrecklich und grauenhaft für mich, diesen Abend werde ich nie vergessen. Sie war betrunken und sie blitzte mich an und war so böse, als wenn der Teufel mich angeschaut hätte. Ich war traurig und das sah meine Mutter. Dann kniff sie mir ins Bein unter dem Tisch und ich sagte das es weh tut. Sie sagte „Zieh nicht so eine Flappe, sonst erlebst du gleich was, mein Mädchen“. Sie Kniff mich noch einmal, doller. Ich schrie jetzt, weil es wirklich weh tat. Dan stand sie auf und wollte mich schlagen. Dann kamen die Betreuer vom Jugendamt und redeten mit meiner Mutter und ich redete mit der Frau vom Jugendamt. Es war das erste Mal, das ich etwas über meine Mutter sagte, was ich schon bald bereuen würde.

Zuhause musste ich bald wieder in die Klinik – Kinderkrankenhaus Detmold nach drei Wochen durfte ich wieder nach Hause, nach etwa zwei Monaten rief man meine Mutter an, ich weiß es noch wie heute als Dr. Berg vom Kinderkrankenhaus in Detmold anrief und sagte das ich nochmal zur Beobachtung kommen sollte für ein paar Tage.

So tat ich dies und blieb für drei Tage dort, um keinen Stress zu machen. Was man mir aber nicht sagte, dass ich nicht wegen des Asthmas im Krankenhaus war, sondern das mein Hormonhaushalt komplett auf dem Kopf gestellt wurde. Das etwas mit meiner Hypophyse nicht in Ordnung wäre und man dies alle paar Monate kontrollieren müsste.

Dazu war den Schwestern & Ärzten auffällig das meine Mutter mich jedes Mal im betrunkenen zustand nach Hause holte, entweder wenn ich entlassen wurde oder wenn sie mich auf eigene Gefahr einfach mitnahm. Dr. Berg sprach mit der Psychologin vom Haus gegenüber, da war eine Kinder und Jugendpsychiatrie. Dr. Berg war der Stationsarzt der sich um mein wohl bemühte und im engen kontakt mit dem Jugendamt und der Psychiatrie gegenüber, war.

Am dritten Tag im Kinderkrankenhaus, Als meine Mutter endlich einmal halbwegs nüchtern zu Besuch kam, Fragte Dr. Berg, der ins Zimmer zu mir kam, ob wir wohl mal mit einer Ärztin sprechen wollten, die ist gegenüber und die haben ein eigenes Krankenhaus. Meine Mutter fragte warum wozu soll das gut sein.

Der Arzt erklärte meiner Mutter, das ich sehr krank sei und das xxxxx nicht ihre Periode bekommen hat. Meine Mutter hielt es noch für normal das ich als Teenie noch keine Periode hatte. Ja und zudem sind auch noch ein paar andere Dinge zu regeln die sie am besten mit ihr der Diplom Psychologin bereden. Meine Mutter gleich so, mit denen brauchen sie mir gar nicht kommen. Aber weit gefehlt die Psychotante war schon da.

Ich weiß noch genau wie es abgelaufen ist. Es ist alles so als wäre es erst gestern gewesen.

Diese Psychologin hatte es in sich, sie bekam meine Mutter kurzerhand dazu sich überreden zu lassen das diese Klinik jetzt endlich die bessere für mich wäre und dass ich ja nur wegen der Periode und weil ich nie zur Schule wollte, dort wäre. Ihre Alkoholsucht verneinte sie wieder. Aber die Psychologin wusste schon bescheid und wurde von Dr. Berg und Jugendamt geimpft.

Ich werde nie den ersten Tag vergessen als ich in die Psychiatrie ging. Es war der 11.11.1990

Insgesamt war ich Zehn Monate dort und nur weil ich geflüchtet bin, also verschwunden an einem Besuchstag mit meiner Mutter, Auch diesen Tag, werde ich nie vergessen. Ich hatte das Gefühl noch mehr ein Wrack, dort geworden zu sein als Zuhause. Denn auch dort habe ich Missbrauch und Kinder erlebt, die einfach schrecklich behandelt wurden.

In einem Bericht steht, der zum Jugendamt gesendet worden war vom Kinderkrankenhaus und der Kinder und Jugend Medizinischen Psychiatrie des Kreises Detmold, das ich an einer Partiellen Hypophysenvorderlappeninzuffizienz leide, Diagnose: Partielle Hypophysenvorderlappeninzuffizienz mit Pubertas Tarda was in so viel heißt das ich als Mädchen meine Periode aus Mangel an Hormonen nicht bekam, weil meine Hirnanhangsdrüse nicht mehr vollständig arbeitet. Darauf hin, erhielt ich eine Handvoll Hormone damit das alles so kam wie es kommen sollte. Auch da sagte mir der Frauenarzt schon, dass ich höchstwahrscheinlich niemals Kinder austragen könnte und das alles meine Mutter in Schuld wäre.

Nur knapp vier Monate später wurde ich morgens von einer neuen Hausaufgabenhilfe in die Schule gebracht, und von Herrn Hammermeister Jugendamt Detmold ins Auto gebeten, das an der Schule stand und eh ich mich versah entführten mich das Jugendamt in ein Kinder und Jugendheim in der Nähe von Hameln, etwa 60-70 Kilometer von uns entfernt.

Diesen Tag werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen. Ich habe so geschrien ich habe um mich geschlagen, ich dachte jetzt sehe ich meine Mutter nie, nie mehr wieder und das alles, weil ich nicht mehr zur Schule gehen wollte, weil ich immer nur Angst hatte, Angst vor den Kindern, Angst vor den Blicken der Lehrer, Angst was erwartet mich, wenn ich wieder nach Hause komme. Ich hatte einfach vor allem Angst, Todesangst.

So war ich etwa Fünf Jahre im Heim. Währenddessen hatte ich auch immer wieder mit Asthma Anfällen zu tun. Erst zu Beginn war ich wegen einen Starken Infekt im Krankenhaus, wo man einen Betreuer ermahnen musste nicht zu lange zu warten und mich gleich ins Krankenhaus zu schicken. Der Erzieher meinte, „ich dachte es wäre nicht so schlimm gewesen“. Der Arzt sagte, „nicht so schlimm – nur ein paar Stunden später, dann hätten sie das Mädchen begraben können“.

Das Leben im Heim und mit den Kindern und Jugendlichen, war nicht leicht für mich. Ich war widerwillig dort gewesen, ich wollte am liebsten Nach Hause, aber meine Mutter hatte nicht mehr das Sorgerecht, das war nun beim Jugendamt seitdem ich in der Psychiatrie war.

Ich habe viele schlimme Dinge dort erlebt und gesehen, manche Erzieher verhielten sich nicht so, wie es hätte sein müssen und ich wurde dort von irgendwelchen halbstarken das dritte Mal missbraucht.

Irgendwie habe ich das alles nicht mehr so mitbekommen, für mich war es schon normal das man mich erniedrigte und dass ich wie Dreck behandelt wurde. Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt nicht einen dem ich das hätte anvertrauen können.

Im Letzten Jahr in der Schrappmühle hatte ich einen guten Freund gefunden, ich glaubte das er mich mochte.

Aber einen morgens sah ich mich in seinem Bett aufwachen, weitere Details möchte ich euch jetzt hier – ersparen.

Mir ging es nach ein paar Wochen richtig schlecht, sowas kannte ich gar nicht, ich bekam auch meine Periode nicht. Ich erinnerte mich wage was mit ihm war, er verhielt sich mir gegenüber immer noch wie vorher, allerdings sollte er nicht mehr lange im Heim bleiben und eine Ausbildung anfangen und ausziehen.

Mir ging es immer schlechter und ich musste mich übergeben, dann bekam ich Bauchweh. Es wurde immer schlimmer. Die Schmerzen wurden unerträglich. Da verlor ich mein erstes Kind. Auf der Toilette im Heim. Keiner hat was gemerkt oder gesehen oder gefragt, wie es mir geht.

Die Nachgeburt spülte ich im Klo runter, das kleine Würmchen versuchte ich wiederzubeleben wie in Trance. Ich wusste nicht das ich Schwanger war… Da saß ich, Die Türe von der Toilette abgeschlossen in meinem eigenen Blut. Ich war völlig erschöpft, wie konnte das passieren. Ich wusste nichts mehr. Ich war drei Tage vom Arzt krankgeschrieben da ich zuvor schon starke Schmerzen hatte, dachte, aber es sei etwas mit meinen Hormonen. Ich war froh noch einen Tag zu haben, wo ich mich etwas ausruhen konnte, aber zuvor musste ich erstmal die Sauerei wegmachen und ich weinte still und leise um mein erstes Baby das tot in meinen Händen lag.

Ich ging mit meinem kleinen Mädchen eingewickelt in ein Sauberes Tuch, Zur Waldgrube. Das Heim lag mitten im Wald und ich war ganz froh, dass ich dort mein Baby begraben konnte. Weit weg vom Heim, sodass kein Heimkind es je ausbuddeln könnte, holte ich ein Esslöffel aus meiner Tasche und grub ein kleines Loch und legte mein Kind darein und dann weinte ich laut, der Schmerz kam hoch und hörte nicht auf. Ich machte das Loch zu und pflückte ein paar Blumen und legte sie auf das kleine Grab. Ich sagte leb wohl kleiner Engel und dann ging ich wieder zurück. Keiner hat je davon erfahren.

1995 Schloss ich eine Ausbildung zur Schneiderin ab.

Ich wohnte von 1995 bis Anfang 2001 bei meiner Mutter es war schlimmer als früher, meine Mutter wurde richtig krank. Ich habe in dieser Zeit die schlimmsten Exzesse mitgemacht. Details möchte ich euch hier auch ersparen.

Anstatt das ich arbeiten gehen konnte, sagte meine Mutter ich solle Sozialhilfe beantragen und ihr die Hälfte davon abgeben und bei ihr bleiben.

2001 im April ging es dann nicht mehr, ich habe es bei meiner Mutter nicht mehr ausgehalten. Wie oft hatte sie mich rausgeworfen, mitten in der Nacht und oft war es sehr kalt im Winter. Ich bin dank meiner Cousine, die etwas von meiner Mutter und ihrem Verhalten mitbekommen hatte, von der Wohnung meiner Mutter ausgezogen und ich lebte von nun an allein. Meine Cousine meinte ich würde noch weiter zum Wrack, wenn ich bei meiner Mutter bliebe. Ich würde früher oder später sang und klanglos untergehen.

2002 im Januar kam ich wegen einer schlimmen Grippe Tagelangem Fieber Nierenschmerzen, Durchfall und Erbrechen ins Krankenhaus nach Detmold, dort untersuchte man mich gründlich. Da wurde dann die Diagnose Komplette Hypophysenvorderlappeninzuffizienz gesichert. Ich bekam Cortison, und andere Hormone, muss einmal im Jahr zum Endokrinologen, um zu sehen, wie der Spiegel der Hormone ist. Diese Erkrankung kann Lebensbedrohlich werden und sie ist im Grunde unheilbar.

2006 Heiratete ich meinen Mann und wäre jetzt Mutter von Vier Kindern, wenn ich sie zur Welt hätte bringen können. 2006 im Spätherbst, als ich wieder im Krankenhaus war, stellte man dann die Diagnose Aortenklappeninsuffizienz, 2008 war ich in einer Psychosomatischen Rehaklinik, weil ich mit meiner ganzen Vergangenheit und meine da noch trinkende Mutter gar nicht mehr klar kam sie rief immer an und ich wollte einfach nur meine Ruhe.

Schock war auch, die zwei Mal versuchte Künstliche Befruchtung, die leider nicht erfolgreich war.

2008 bekam ich dann die Diagnosen: Emotionale Instabile Persönlichkeitsstörung Typ Borderline, Posttraumatische Belastungsstörung und zu der Zeit schwere rezidivierende Depressionen

Nachbesorgte Befunde vom Kinderkrankenhaus in Bethel Diagnose von 1979 Alkohol Embryopathie (Fetales Alkoholsyndrom kurz gesagt FAS) die man auch nochmal 1991 erwähnte und in mehreren Befunden zu sehen bekam.

 2012 hatte ich die Diagnose Dissoziative Krampfanfälle

Später Chronische Schmerzen, Bandscheibenvorfälle, Hüftdysplasie, Verkrümmung des Steißbeins und und und…

Ich hoffe so konnte ich euch einen kleinen Einblick in mein Leben verschaffen, ich würde mir wünschen, dass man mich einfach so akzeptiert und respektiert, wie ich bin, wenn ich auch weiß, dass ich Fehler habe und mache, trotzdem bin ich ein Mensch mit vielen Gefühlen. Und ich habe eine Menge liebe zu vergeben an die Menschen, die es auch zu schätzen wissen.

Alles Liebe

Euer Seelenkind <3 

Ein Kommentar

  • lebenswanderung

    Was für eine aufreibende Geschichte. Ich hoffe, dir hilft dieser Blog bei der Verarbeitung und noch viel mehr, dass du eine gute Psychotherapeutin an deiner Seite hast, die dich unterstützt in ein schönes Leben zu finden! Alles Gute!

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