Alkoholabhängigkeit,  Depressionen,  Familie

Alltagsgrau Teil 7

Mein Kopf brummt und tut weh, irgendwie scheint er voll zu sein.

Ich denke an so vieles und doch schaffe ich es nicht irgendwas Sinnvolles zu tun.

Ich bin zwar froh wieder zuhause zu sein, aber hier ist auch nur alles Traurig. Was sich meine Mutter wohl dabei gedacht hatte mich einfach weg zu schicken.

Es tat mir überhaupt nicht gut das ich woanders war , denn egal wo ich war man würde mich nicht verstehen wollen.

Es war furchtbar Kalt draußen und keiner hätte mehr seinen Hund vor die Türe gejagt. Es wurde bald Dunkel und ich war sowieso schon total unterkühlt so fühlte es sich zumindest an.

Meine Mutter wollte , das ich noch einmal in den Supermarkt gehe. Ich wollte es wirklich nicht, immer dann wenn sie mit ihren Blicken, ihre Gesten aus der Schublade kramte, bekam ich ein Schlechtes Gewissen sie hatte so etwas An sich das man kaum Nein sagen konnte.

Und vor allem wenn sie irgendwas zum Ködern für mich hatte.

Für mich war dieser Zustand eh nicht mehr Liebenswert, was hatte ich schon was mir in irgendeiner Form zeigte das ich noch etwas Wert war.

Mir war irgendwie alles Egal , ich lebte nur noch so dahin.

Die Pflichtaufgaben die mir vom Arbeitsamt gestellt wurden habe ich immer erledigt und danach war mir wieder alles Wurst.

Mir ging es nicht gut , mir fehlte es an Kraft und irgendwie auch an Motivation aber nicht im Seelischem Sinne sondern mehr Körperlich.

Ich erschrak auf einmal zusammen als es an der Haustüre klingelte.

Ich rannte sofort zu Wohnungstür um auf dem Summer zu drücken um die Haustür unten, zu öffnen.

Über jede Ablenkung wäre ich nun dankbar gewesen.

Meine Mutter schrie noch hinter mir her das ich nicht jedem Gleich die Tür offen machen soll.

Ich Hörte dies zwar , aber habe nicht reagiert.

In dem Moment als ich rief , „Wer ist denn da“

Stand sie schon vor der Türe.

Eine alt Bekannte Schulfreundin.

Ach das ist ja gut das du gekommen bist, sagte meine Mutter gleich

kannst du mal eben für mich zum Jibi Markt gehen“ ?

Ich wurde traurig , auf einmal sind andere wieder gut genug.

Ich schaute nach unten zum Boden und sagte nur , ich geh schon mit , schließlich bin ich ja deine Tochter.

So ging ich mit meiner Freundin Sasha einkaufen.

Was auf dem Einkaufszettel stand wusste ich ohne ihn zu entfalten.

Dennoch tat ich es , ich konnte ja nicht wissen ob sie nur Das Scheiß Zeug haben will oder auch noch Lebensmittel.

Drauf stand:

10 Dosen Bier

1 Flasche Klaren Korn

2 mal West Zigaretten

1 Müller Milch Banane

1 Zeitschrift für dich

stand darunter.

Also wusste ich gleich was für mich war und für sie.

Ich wollte keine Zeitung und auch keine Müller Milch

Ich wollte dieses Scheiß Zeug einfach nicht kaufen, alles sträubte sich in mir dagegen.

Ich war nur froh das Sasha da war , ich hoffte mir so den ganzen Abend dieses Besäufnis nicht ansehen zu müssen.

Als wir wieder nach Hause gingen, drehte Sasha sich öfter um ich fragte was oder wer da wäre.

Sie sagte nur das sie einen Jungen kennengelernt hätte und nun, er war eben auch im Laden mit seinem Freund.

Sie sagte mir gleich das der Freund sich wohl nach mir umgeschaut hätte.

Etwas verlegen sagte ich

Wirklich“ ??? Und wurde sicherlich Rot im Gesicht.

Noch wusste ich nicht wer die beiden waren und was später einmal auf mich zukommen würde.

Als ich nach Hause kam , rauchten wir alle drei noch eine Zigarette mit meiner Mutter.

Und auf einmal wollte Sasha wieder nach Hause sie meinte sie müsse Zuhause noch etwas erledigen.

Ich war traurig , zudem wusste ich oder ich konnte mir denken das sie bestimmt zu dem Jungen wollte.

So blieb ich Zuhause , setzte ich mich auf mein Sofa wo ich immer saß und guckte Fernsehen.

Meine Mutter rührte den Abend , die Flasche Korn nicht an sie trank ein paar Dosen Bier.

Ich war froh das es nicht die Pulle Korn war.

Denn sonst hätte ich mich eventuell noch auf irgendwelche Debatten einlassen müssen.

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