Kinderheim

Tag der Abrechnung Teil 2

Der Winter zeigte sich von seiner schönsten Seite , es war kalt es hatte leicht gefroren und die Sonne schien und glitzert auf Kristallisierten Gras.
Die Luft roch frisch und klar ein Morgen wie fast jeder andere.
ich weiß noch wie ich mich bei meiner Mutter verabschiedete.
Meine Mutter sagte , sie wollte heute zum Mittag Bratkartoffeln machen, erst dachte ich sie sagt das nur weil meine Betreuerin neben mir stand.
Aber als sie ein paar Kartoffeln auf dem Küchenbrett legte , dachte ich na heute gibt’s dann Essen da freue ich mich drauf.
Ich drückte meine Mutter und ich würde diesen Gesichtsausdruck wenn sie Nüchtern und so Herzlich war nie vergessen.
Ich hatte schon wieder ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber. vielleicht lag es ja auch an mir das sie sich immer wieder kaputt machte mit Alkohol.
Ich gab mir auf jeden Fall die größte Schuld daran. Ich dachte nur immer , wenn ich nicht so schwierig wäre und nicht immer nur Krank ,dann hätte meine Mutter nicht so viele Sorgen und müsste nicht trinken.
Dann stieg ich in das Auto von der Betreuerin die vom Jugendamt regelmäßig zu uns kam und mit mir Hausaufgaben etc. zu machen.
Ich drehte mich ca 10 mal zu dem Haus meiner Mutter um und ich sah sie am Fenster stehen , und ich dachte bei mir ( Ich hoffe so sehr das sie nicht getrunken hat wenn ich wieder nach Hause komme)
Kurz bevor wir in die Schulstraße ein bogen , redete die Betreuerin nicht mehr.
Ich wunderte mich zwar aber das war mir auch nicht unangenehm.
Kurz bevor wir auf den Schulparkplatz fuhren, sah ich ein Auto , es war ein großer silberner Mercedes Benz , – dieses Auto kannte ich.
Von einigen Gesprächen mit dem Jugendamt.
Ich wunderte mich wieder – und fragte die Betreuerin was das Jugendamt hier will ,also gerade die Sachbearbeiter die mit mir zu tun haben ?
Sie sagte nur „Du Diana, Ich weiß es nicht ? „
Immer wieder fragte ich sie , „Was wollen die von mir „
Ich hatte nur einfach wahnsinnige Angst wieder von meiner Mutter getrennt zu werden.
Ich stieg aus dem Auto und ging ein paar Schritte auf den Sachbearbeiter vom Jugendamt Herrn Hammermeister zu.
Und fragte ihn was er hier wollte.
Er war noch mit zwei Damen vom Jugendamt dort gewesen.
Die stehen am  Auto , und gucken mich an – die ganze Zeit.
Herr Hammermeister sagte „Diana wir würden gerne mit dir reden“
„Ist das in Ordnung „?
Naja dachte ich mir , nur reden ist ja nicht schlimm und willigte ein.
Ich sagte gleich dabei , das ich jetzt aber wieder regelmäßig zur Schule gehe.
Aber ich glaube das interessierte die Herrschaften vom Jugendamt nicht.
Dann sagte Herr Hammermeister ich sollte doch bitte in das Auto einsteigen.
Ich fragte warum ?
Hammermeister: Damit wir ungestört irgendwo reden können und danach bringen wir dich wieder zur Schule versprochen!!!.
Ich nahm meinen Schulranzen und begab mich zum Auto , hinter mir hörte ich wie die Betreuerin mir nach rief und sagte „ Diana , Diana „ Es tut mir leid“
Ich dachte nur warum tut ihr das Leid. Ich glaubte nicht das sie etwas dafür konnte.
Das ich jetzt in Ruhe mit diesen Herrschaften vom Jugendamt reden musste.
Vor mir am Lenkrad saß der Herr Hammermeister neben ihm eine Frau vom Jugendamt
und neben mir auch eine mir Bekannte Frau vom Jugendamt , Frau Freitag.
Sie war etwas stabil und hatte eine Brille auf , Braunrot etwas gelocktes längeres Haar.
Irgendwie fühlte ich mich wie umzingelt …..
Das Auto fuhr eher in Richtung nach Hause , ich dachte vielleicht wollen sie auch mit meiner Mutter reden.
Aber als wir schon einige Kilometer von meinem Zuhause fort waren und ich nur noch aus der Ferne die Firma Künnemeyer sehen konnte , fragte ich erstaunt wo hin wir fahren würden.
Ein paar Sekunden später kam dann die Antwort von Herrn Hammermeister.
„ Diana , Bleib jetzt ganz ruhig , wir bringen dich jetzt in ein Heim“
Als das letzte Wort gesprochen war , bin ich wie vom Blitz getroffen aufgeschreckt.
In dem Moment sind alle Türen per Automatik Klick zu gemacht worden.
Zack , Zack , Zack , Zack ging das und ich saß in der Falle.
Von jetzt auf gleich veränderte ich mein komplettes Erscheinungsbild und von der ach so scheuen und ängstlichen Diana blieb nichts mehr übrig.
Ich fing an zu schreien und zu toben als kämpfte ich ums überleben.

Ich kochte innerlich , und ich schnappte nach Luft und weinte wie ich noch nie in meinem Leben geweint habe, ich schrie und weinte.
Ich schrie alle im Auto an und ich versuchte von hinten den Fahrer zu würgen , als mir dieses nicht gelang, schlug ich um mich. Und schlug Frau Freitag ein blaues Auge , ihre Brille viel zu Boden und war kaputt.
Ich schrie laut , das sie mit mir so was nicht machen können das ich aus dem Auto raus will.
Was meine Mutter denken würde wenn ich nicht wieder komme.
Frau Freitag versuchte mich zu beruhigen aber nichts half , sie sagte das sie nachher noch zu meiner Mutter fahren würden.
Ich dachte dann ist alles vorbei , dann hab ich niemanden mehr.
Ich versuchte mich mit Lügen über Wasser zu halten , ich erzählte das ich zum ersten Mal einen Freund hätte der Chris hieße und das ich den doch nicht alleine lassen könne.
Aber auch das Interessierte Frau Freitag und allen anderen im Auto nicht.
Weiter habe ich geheult und geschrien und mit den Füßen gegen die Sitze gehauen.
Aber alles brachte nichts.
Irgendwann nach circa fünfunddreißig Kilometern gab ich auf, ich war so geplättet.
In mir war alles leer und ich hatte keine Stimme mehr.
Ich weinte nun nur noch Leise vor mich hin und versuchte mich ein bisschen zu beruhigen damit ich keinen Asthma Anfall bekam.
Herr Hammermeister sagte „ Gleich sind wir da , Diana „
Ich schaute mir die Umgebung sehr genau an im Falle ich würde den Mut haben von dort wieder abzuhauen.
Oder das meine Mutter mich abholt, aber das war wohl nur ein Wunschgedanke.
Irgendwo im nichts von Straßen , sehr vielen Bäumen sehr wenig Berge.
Ich fühlte mich als sei ich in einem anderen Land.
Wir fuhren durch einige Dörfer die aussahen als ob manche Menschen im Mittelalter stehen geblieben sind.
Es roch nach Kuhstall und Wiese , was eigentlich nicht schlimm war denn ich war gern auf dem Lande. Am liebsten bei Oma.
Dann fuhren wir eine lange Straße entlang die fast wie es schien ins Nichts führte.
Und irgendwann nach circa drei Kilometern entdeckte ich ein großes Haus am Waldesrand.
Und genau dort hin sollte ich jetzt ? das sollte nun mein neues Zuhause sein ?
Auf dem Parkplatz angekommen , wartete schon ein Herr auf mich – Schlank , groß und viele Haare im Gesicht , also ein Bart.
Herr Hammermeister stellte mich vor und der Erzieher von dem Heim bat uns rein in die Stube
Die anderen beiden Frauen vom Jugendamt kamen auch mit.
Dann gingen wir rein und ich sah mich im vorüber gehen gleich um.
Wir setzen uns in ein großes Wohnzimmer , Ich bekam Frische Kuhmilch zu trinken die anderen Kaffee.
Und dann wurde über mich geredet. Und über das was ich im Auto gemacht habe. Das aber wohl nicht so schlimm für die Leute vom Jugendamt war , sie fanden es schlimmer wenn ich noch weiter bei meiner Mutter geblieben wäre.
Was wäre dann aus mir geworden ?
Verinnerlicht hatte ich: das Jugendamt hat mich entführt und nun muss ich hier zusehen wie ich ganz alleine mit mir klar komme.
Oder bekomme ich doch die Chance auf eine Flucht?
Die anderen redeten, ich schlürfte an meiner Milch und dachte an meine Mutter
Ich hatte Tränen in den Augen , traute mich aber nicht vor allen nochmal zu weinen.
Ich wollte stark sein.
Ich tat so als ob mir dieses Heim und mit ihm all die Kinder und Erzieher nichts anhaben könnten.
Ich hatte eine Scheißangst was mit meiner Mutter jetzt sein wird wenn ich sie nicht mehr sehen kann oder darf ?
Werde ich sie überhaupt wieder sehen dürfen.
Muss ich jetzt mein ganzes Leben lang hier bleiben ?
Wann und werde ich überhaupt meine Familie wieder sehen und meine Liebe Oma.
Ich vermisste sie so sehr.
Aber die meisten Sorgen machte ich mir um meine Mutter.
Und diese Sorgen sind immer da gewesen egal was ich auch tat.

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