Borderline,  Co - Abhängigkeit,  Depressionen,  Ehe,  Familie

Eltern und ihre kleinen, großen Verletzungen

Gestern wollte ich mich mit meiner Mutter in der Stadt treffen, um mit ihr zum Telekom-Shop zu gehen. Weil sie sich wegen Fernsehen und Telefon erkundigen wollte.
Dann sagte sie mir vorgestern am Telefon, dass sie es nun, doch nicht wollte, aber zu mir kommt.

Als sie dann hier war, fing sie wieder mit dem Thema, an, dass sie von meinem Mann ja eh nichts erwarten könnte.
Dass sie ihm um keinen Gefallen bitten würde und könnte, da er es ja, wenn dann sowieso nur widerwillig tun würde, wenn man ihn um einen Gefallen bittet.
Aber, dass ich ja mit ihm klarkommen müsste.

Dann fing sie an von der Zeit zu erzählen, als ich damals für sie eine Wohnung gesucht hatte und ich letzten Endes ein Haus gefunden habe, wo sie unten wohnte und wir oben.
Das ganze Jahr wäre für sie die Hölle gewesen.
Und ich habe ihr dann gesagt, dass ich es extra alles renoviert habe.
Und über Tausende von Euro reingesteckt das sie nur gemeckert hat und unzufrieden war.

Was kann ich denn dafür, dass am neben laufenden Fluss Ratten vorbeilaufen und sich auch mal eine im Haus verirrt hatte?
Oder dass sie insgesamt unzufrieden war.
Dass sie damals Sachen gemacht hat, ob wohl sie mir versprochen hat diese nicht zu tun.
Und ich lag da am Zappeln wegen einem Dissoziativen Krampfanfall.
Ich habe ihr gesagt es machte den Anschein, als, wenn es dich nicht interessieren würde.
Und dann versuchte sie mir wieder den Schwarzen Peter zuzuschieben, in dem sie sagte, dass mein Mann sehr böse zu ihr war und sogar so wütend, dass er sagte, dass er ihr den Hals umdrehen wollte.

„Klar war das nicht richtig habe ich ihr gesagt“, aber was du gemacht hast war halt auch sehr verletzend, aber das weist sie von sich.
Nein mein Mann ist an allem schuld.

Sie hat es bis heute nicht vergessen, dass mein Mann mal in seiner Wut hinter ihr hergelaufen ist und gesagt hat, das mit Diana und ihren Krankheiten ist alles deine Schuld.
Und sie versucht jedes Mal auf mich einzuwirken, wenn sie hier ist wegen meinem Mann.
Ich habe ihr gesagt, dass er okay ist. Ich will gar nicht so einen gelackmeierten Arsch haben, der mich dann schikaniert oder schlägt, so wie dein Mann früher.
Oder der mich maßregelt.

Ich versteh meine Mutter nicht.
Da bringt sie mir Rosen mit und anderes aber fängt dann von sowas an und ich habe wieder ein schlechtes Gewissen.
Natürlich verteidige ich Stefan, meinen Mann, wenn sie im Unrecht ist.

Ich habe ihm alles erzählt und jetzt ist er noch wütender auf meine Mutter.

Aber ich halte das ewige hin und her auch nicht mehr aus.

Immer, wenn sie kommt, redet sie über meinen Mann, auch mal über seine Eltern.

Irgendwas gibt es immer zu lästern und auch wenn ich sage, ich möchte da jetzt nicht mehr darüber reden. Hört sie nicht richtig hin.

Es tut mir weh, dass meine Mutter Stefan nicht akzeptieren kann, ich habe doch ohnehin noch Probleme mit den Schwiegereltern

Nur, weil er ihr nicht jeden Wunsch von den Augen abliest oder nicht springt, wenn sie was sagt. Sie fragt noch nicht mal, nein sie sagt es ganz einfach.

„Ja eigentlich müsste ich ja meine Fenster auch mal wieder putzen, mal sehen, ob ich es schaffe“

Warum fragt sie nicht gleich, ob Stefan das für sie erledigen könnte?

Ist es so schwer mal normal zu fragen, oder hat sie das in ihrer Alkoholiker Karriere vergessen, wie man fragt?

 

Sie hat damals einfach gelacht, wenn wir mit ihr über ernsteres reden wollten, es tat so unheimlich weh und meine Krampfanfälle wurden auch nicht besser.

Wir hatten uns mal so schön ausgesprochen und auch verstanden, aber ich habe das Gefühl umso älter sie wird umso mehr vergisst sie ihren Anstand und ihre Manieren.

Ich bin jetzt seit fünf Wochen in einer neuen Therapie, man möchte mir helfen wie ich, ohne meine Mutter zu verletzen, mich etwas mehr distanzieren kann.

Nachdem denn meine Daisy erlöst werden musste, war sie einen Tag später bei mir

ihre Worte werde ich nicht vergessen.

Ja ich weiß auch nicht, wie ich dir helfen soll, aber es war doch so das Beste für eure Daisy

Ich hatte keinen Umgang mit Tieren, deswegen empfinde ich nicht so stark, ich jedenfalls würde die Urne nicht dahinstellen – ich könnte das nicht

Sie nahm mich den Tag nicht ein einziges Mal in den Arm.

Ich fühlte mich verdammt alleingelassen, da auch mein Mann arbeiten musste.

Sie hält auch nichts von der neuen Psychotherapie, ja wenn du meinst das es dir was bringt?

Ich vertraue solchen Leuten nicht, es sind auch nur Menschen.

Aber, die da soll, mal dafür sorgen, dass du keine Krampfanfälle mehr bekommst.

Da habe ich gesagt, dazu muss man erst einmal Ursachenforschung betreiben, und das Übel bei der Wurzel ziehen.

Das war ihr wohl dann doch wieder zu hoch.

Letztendlich bekomme ich bei allem, was ich für meine Mutter mache …

Da fällt mir ein, sie sagte mal „Was tust du denn schon für mich!“

Das hat mich dermaßen verletzt, dass ich dachte, jetzt reicht es, ich kann selbst nicht, habe verdammt noch mal eine ganze Menge mehr an Lasten auf meinen Schultern, bin immer für sie da bei Tag und Nacht, springe, wenn sie um was bittet, schleime mich bei Stefan ein damit er ihr ja hilft, wenn es um Sachen geht, die ich nicht kann und dann höre ich sowas …

 

Ja … manchmal tut mir meine Mutter nicht gut. So sehr ich sie auch liebe.

Aber innerlich geht es mir scheiße …

 

%d Bloggern gefällt das: